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21/10/2013 11:04 CEST | Aktualisiert 21/12/2013 06:12 CET

Das große Potenzial des kleinen Blogging-CMS Ghost

Ein großer Anteil der Blogger weltweit setzen heute WordPress als Content-Management-System ein und profitieren dabei von unzähligen Funktionen, Plugins, Templates sowie der steten Weiterentwicklung des Systems.

Ein großer Anteil der Blogger weltweit setzen heute WordPress als Content-Management-System ein und profitieren dabei von unzähligen Funktionen, Plugins, Templates sowie der steten Weiterentwicklung des Systems. WordPress hat sich über die Jahre hinweg etabliert und konnte sich gegen etwaige Konkurrenz durchsetzen. Doch WordPress ist heute eigentlich viel mehr als ein einfaches Blogging-System und damit im Grunde zu komplex für reines Blogging.

Dieses Problem hat auch John O'Nolan, ein ehemaliger WordPress-Entwickler, erkannt und sich einige Gedanken dazu gemacht. Das Ergebnis seiner Überlegungen hört auf den Namen Ghost und ist ein reines Blogging-CMS. Es konzentriert sich auf die wichtigsten Funktionen und größtmögliche Benutzerfreundlichkeit. Von dieser Idee war nicht nur O'Nolan begeistert, was dazu führte, dass die zu Ghost ins Leben gerufene Kickstarter-Kampagne inzwischen £196.362 einsammeln konnte - und das obwohl sich das Ghost-Team ein Ziel von nur £25.000 gesetzt hatte.

Doch was macht Ghost anders als andere CMS? Der wichtigste Punkt ist sicherlich, dass das gesamte System von Anfang an für sämtliche Bildschirmgrößen responsiv entwickelt wurde und so mit jedem Gerät gelesen und bedient werden kann. Im Gegensatz zu WordPress ist also eigentlich keine App nötig, um das Backend des CMS über ein mobiles Gerät zu bedienen. Der Blogger kann sich auf jedem Gerät direkt im Browser einloggen und Artikel komfortabel bearbeiten.

Die Bearbeitung erfolgt dabei in Markdown, einer einfach zu erlernenden Auszeichnungssprache, mit der die Blog-Eintrage formatiert werden können. Auf einem großen Display ist die Anzeige zweigeteilt: Während auf der linken Seite in Markdown getippt werden kann, sieht der Blogger in der rechten Spalte eine Vorschau, die sich in Echtzeit an die Eingaben in der linken Spalte anpasst. Auch das ist eine Neuerung, die Ghost von anderen Systemen deutlich abhebt.

Neben der mobilen Optimierung und der einfachen Eingabe der Texte, ist das Dashboard ein weiterer Erfolgsfaktor von Ghost. Die Startseite des Backends fasst alle wichtigen Informationen zum jeweiligen Blog zusammen - Zugriffszahlen, Daten aus sozialen Netzwerken und vieles mehr. Das Dashboard ist so etwas wie die Kommandozentrale des Blogs und ist besonders übersichtlich gestaltet.

Inzwischen gibt es eine Pre-Release-Version von Ghost, die noch nicht alle Funktionen des CMS enthält. Doch schon jetzt sind die Reaktionen in der Blogger-Szene euphorisch, sodass man gespannt sein darf, wie sich das Projekt in den nächsten Monaten entwickeln wird.

Update vom 5.11.2013: Ergänzung der Blogs

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