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09/12/2017 04:25 CET | Aktualisiert 09/12/2017 09:11 CET

Demonstranten zünden in Berlin Israel-Flagge an – Polizei vermeldet "keine größeren Störungen"

  • In Berlin sind bei einer Pro-Palästina-Kundgebung offenbar israelische Flaggen verbrannt worden

  • Die Polizei gab in einer Stellungnahme an, die Kundgebung sei ohne "Störungen" verlaufen

In Berlin haben am Freitag in der Nähe der US-Botschaft rund 1200 Menschen gegen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch den US-Präsidenten Donald Trump protestiert.

In unmittelbarer Nähe zum Holocaust-Mahnmal seien dabei auch zwei israelische Flaggen verbrannt worden, sagte ein Polizeisprecher. "Ohne größere Störungen", sei die Kundgebung verlaufen, hieß es weiter.

Wie Medien berichten und Fotos zeigen, hatten mehrere Demonstranten Flaggen der Palästinenser-Organisation Hamas dabei, die von Deutschland und der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

"Stoppt die Zionisten" und "Jerusalem gehört uns"

Der Verein Jüdisches Forum veröffentlichte Aufnahmen der Szenen (siehe Video oben). Es sei zu mehreren Festnahmen gekommen, sagte der Polizeisprecher. Die Kundgebung wurde noch am frühen Abend aufgelöst.

Wie der rbb berichtet, kam es im Anschluss zu spontanen Protesten im Berliner Stadtbezirk Neukölln. Die Menschenmenge von mehreren hundert Demonstranten löste sich jedoch von selbst wieder auf.

Auch in anderen Ländern kam es zu ähnlichen Pro-Palästina-Demonstrationen. Vor dem griechischen Parlament in Athen zündeten Demonstranten ebenfalls eine israelische Flagge an.

"Stoppt die Zionisten" und "Jerusalem gehört uns", skandierten sie, wie Rundfunkreporter berichteten. Anschließend zogen die Demonstranten durch das Stadtzentrum. "Der Protest verlief friedlich", sagte ein Polizeioffizier der dpa.

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(ujo)