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09/12/2017 12:10 CET | Aktualisiert 10/12/2017 18:16 CET

Geiselwind: Mädchen besucht Freizeitpark und entdeckt vor Horror-Haus den Grabstein des Großvaters

Mädchen besucht Freizeitpark und entdeckt vor Horror-Haus den Grabsein ihres Großvaters
christopherhall via Getty Images
Mädchen besucht Freizeitpark und entdeckt vor Horror-Haus den Grabsein ihres Großvaters

  • Ein Mädchen hat einen Freizeitpark in Bayern besucht

  • Vor einem Gruselhaus ist das Kind dann auf den Grabstein seines verstorbenen Großvaters gestoßen

  • Die Polizei ermittelt

Gemeinsam mit anderen Ministranten ist eine 13-Jährige im August auf einem Ausflug im Freizeit-Land Geiselwind. Als sie dort schließlich vor einem Horror-Haus steht, fängt sie an zu weinen. Denn vor dem Haus steht der Grabstein ihres Großvaters.

"Ich konnte es nicht glauben, bis mir meine Tochter ein Bild des Grabsteins geschickt hat", sagt die Witwe des 1996 Verstorbenen dem Nachrichtenportal "Infranken". Ihre Enkelin sei vollkommen außer sich gewesen.

Wie "Infranken" berichtet, wird inzwischen wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener gegen den Freizeitpark-Betreiber ermittelt. Die Witwe hat Anzeige erstattet.

Steinmetz sollte Grabstein entsorgen. Hat er ihn stattdessen verkauft?

Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass der Grabstein vor einem Gruselhaus in einem Freizeitpark stand?

Im Dezember 2016 war die Ruhezeit für das Urnengrab des Verstorbenen nach 20 Jahren ausgelaufen. Daraufhin hatte die Witwe einen Steinmetz mit der fachgerechten Entsorgung des Steins beauftragt, wofür sie dem Bericht nach 130 Euro gezahlt hatte.

Hat der Steinmetz den Grabstein nicht wie vereinbart entsorgt, sondern an den Freizeitpark verkauft?

Fest steht: Für die Familie ist das Andenken des Verstorbenen beschmutzt. "Warum hat er nicht wenigstens die Metallbuchstaben abgeschlagen, das wäre doch keine große Mühe gewesen?", fragt sich die Witwe.

Inzwischen ist die Inschrift entfernt

Laut "Infranken" hat der Steinmetz das Geld für die Entsorgung zurückgezahlt. Er behauptet zudem, dass ihm vom Freizeitpark zugesichert worden sei, dass die Inschriften des Steins unkenntlich gemacht werden.

Parkbetreiber Matthias Mölter widerspricht dieser Darstellung allerdings. Im Frühling war das Horrorhaus im Park neu aufgebaut worden. Sechs Lastwagen voller Material kamen damals auf einmal an - ob damals auch die Grabsteine mitgeliefert wurden, wisse er nicht.

Außerdem betont er, dass ein Anruf genügt hätte, um die Inschrift oder gar den Stein zu entfernen. Doch eine Beschwerde sei niemals zu ihm durchgedrungen.

Bislang soll der Grabstein noch vor dem Gruselhaus stehen - allerdings oder Inschrift.

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(sk)