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06/09/2017 09:58 CEST | Aktualisiert 06/09/2017 10:15 CEST

"Handelsblatt"-Herausgeber beschreibt den Wahlkampf in nur 2 Sätzen und spricht eine düstere Warnung aus

Gabor Steingart
ullstein bild via Getty Images
Gabor Steingart

  • Der Journalist Gabor Steingart kritisiert den Wahlkampf von CDU und SPD

  • Die Parteien würden nicht gegeneinander, sondern miteinander antreten

Der Herausgeber des Handelsblatts, Gabor Steingart, gibt den wohl erfolgreichsten journalistischen Newsletter des Landes heraus. Sein "Morning Briefing" erreicht nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Millionen Menschen.

Immer wieder fasst Steingart in seinem Brief die aktuellen politischen Entwicklungen zusammen. Sein aktueller Newsletter trifft dabei voll ins Schwarze.

Steingart schreibt im Hinblick auf den Wahlkampf in Deutschland und die Auseinandersetzung zwischen CDU und SPD:

"Erkennbar sind SPD und CDU dabei, die Plattformstrategie des Volkswagen-Konzerns auf die Politik zu übertragen: Motor, Getriebe und Fahrgestell sind gleich, nur bei Fußmatte und Getränkehalter wird variiert. So kann man sich vieles sparen – am Ende womöglich auch die Demokratie."

SPD und CDU - gefährliche Nähe

Anlass für diese düstere Warnung ist die letzte Sitzung des Bundestags. Dort hatte SPD-Außenminister Sigmar Gabriel erklärt: "Ich will mich bedanken – ausdrücklich auch bei Ihnen, Frau Dr. Merkel."

Angela Merkel ihrerseits fand lobende Worte für die SPD, mit der die Koalition viel erreicht habe. Selbst einzelne kritische Zwischenrufe aus der SPD konnten die Harmonie nicht stören.

Schon nach dem TV-Duell zwischen Martin Schulz und Angela Merkel kritisierten viele Beobachter, dass zwischen den beiden Kandidaten kaum politische Unterschiede erkennbar seine. Schulz und Merkel nickten sich auffallend oft zu, wenn der jeweils andere sprach.

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(ll)