POLITIK
21/06/2017 17:24 CEST | Aktualisiert 21/06/2017 22:01 CEST

IS in Mossul besiegt? Terroristen sprengen die Moschee, in der sie einst das Kalifat ausriefen

IS in Mossul besiegt? Terroristen sprengen die Moschee, in der sie einst das Kalifat ausriefen
KARIM SAHIB via Getty Images
IS in Mossul besiegt? Terroristen sprengen die Moschee, in der sie einst das Kalifat ausriefen

Der IS im irakischen Mossul scheint besiegt zu sein.

Berichten zufolge sprengten IS-Terroristen die berühmte al-Nuri-Moschee in der Altstadt Mossuls.

IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi hatte im Juni 2014 in der Moschee das Kalifat ausgerufen. "Bild"-Reporter Claas Weinmann schrieb über die Sprengung: "Das Kalifat hat Suizid begangen."

Es ist davon auszugehen, dass die Terrormiliz die strategisch wichtige Stadt, die oft als IS-Hauptstadt im Irak bezeichnet wird, damit aufgegeben hat. In den vergangenen Wochen war die irakische Armee unter Unterstützung der internationalen Koalition auf das Zentrum Mossuls vorgerückt.

Die vollständige Einnahme der Großstadt sei nicht mehr fern, hatte ein irakischer Militärsprecher bereits am Mittwochmittag erklärt. Irakische Soldaten seien mit mindestens zwei Luftangriffen unterstützt worden.

Wenigstens 13 IS-Mitglieder seien getötet worden.

Der Islamische Staat ist in seinem Kernland im Irak und Syrien schwer unter Druck. Parallel zu den Kämpfen in Mossul läuft auch eine Offensive eines kurdischen Bündnisses gegen die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien.

Der Verlust von Territorium bedeutet nicht, dass die sunnitische IS-Terrormiliz endgültig geschlagen ist. Militärexperten gehen davon aus, dass die Dschihadisten - wie bereits in der Vergangenenheit - in den Untergrund gehen und ihren bewaffneten Kampf sowie Anschläge fortsetzen werden.

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(poc)