POLITIK
07/05/2017 08:27 CEST

280.000 Euro Rechnung für den Staat: McKinsey rechnet Praktikanten als Berater ab

Die Beratungsfirma McKinsey hat beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 280.000 Euro für Praktikanten abgerechnet (siehe Video oben).

Das bestätigte eine Behördensprecherin der "Bild am Sonntag“: "In den Abrechnungen wurden die fälschlicherweise vergüteten Praktikanten nicht als Praktikanten kenntlich gemacht. Bamf-Abrechnungsstelle ging daher davon aus, dass es sich um reguläre Berater handeln würde.“

Dabei ging es um drei Praktikanten, die mit insgesamt 100 Tagen abgerechnet wurden.

"Internes McKinsey-Büroversehen"

McKinsey erhält von der Behörde einen einheitlichen Tagessatz von 2800 Euro pro Berater. Die Bamf-Sprecherin erklärte: (Zitat) "Die Abrechnung der Firma McKinsey ist um einen Gesamtbetrag von rund 280.000 Euro nach unten korrigiert.“

Ihrer Darstellung zufolge handelte es sich um ein "internes McKinsey-Büroversehen“. Die "Bild am Sonntag" hatte vergangene Woche über den Einsatz von Praktikanten als Berater berichtet. McKinsey unterstützt das Bamf rund um das Thema Abschiebung.

Ein Sprecher der Beraterfirma sagte: Man wolle künftig die volle Transparenz für den Klienten sicherstellen.

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(ks)