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05/03/2017 03:21 CET | Aktualisiert 05/03/2017 08:22 CET

Umfrage-Ergebnis: Deutsche senden Bundesregierung klare Botschaft zum Umgang mit der Türkei

  • Die Mehrheit der Deutschen ist der Meinung, dass sich die Regierung zu viel von der Türkei gefallen lässt

  • Knapp die Hälfte der Befragten sprachen sin in einer Umfrage für ein Ende des Flüchtlingsdeals aus

  • Mehr dazu erfahrt ihr im Video oben

81 Pro­zent der Deut­schen fin­den, dass sich die Bun­des­re­gie­rung von der tür­ki­schen Re­gie­rung zu viel ge­fal­len lässt. Das ergibt eine Um­fra­ge des Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tuts Emnid für die "Bild am Sonntag" unter 500 Deutschen.

Nur 13 Pro­zent sind anderer Mei­nung. Knapp die Hälf­te der Be­frag­ten (47 Pro­zent) ist dafür, dass die EU das Flücht­lings­ab­kom­men mit der Tür­kei auf­kün­digt. 38 Pro­zent wol­len das nicht.

"Immer weiter weg von der EU"

EU-Er­wei­te­rungs­kom­mis­sar Jo­han­nes Hahn äu­ßer­te ge­gen­über der "Bild am Sonntag" ernsthafte Zwei­fel am EU-Bei­tritt des Lan­des: "Die Ver­haf­tung von Deniz Yücel unter du­bio­sen Vor­wän­den zeigt, dass die Tür­kei sich lei­der von der EU immer wei­ter weg­be­wegt, an­statt sich ihr an­zu­nä­hern."

Der Vor­gang sei weder dem "Bei­tritts­pro­zess noch einer part­ner­schaft­li­chen Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen der EU und der Tür­kei dien­lich".

Mehr zum Thema: Wie sich die Bundesregierung im Fall Yücel von Erdogan düpieren lässt

Ös­ter­reichs Au­ßen­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Kurz geht noch wei­ter. Er sagte der "Bild am Sonntag": "Über 100.000 Men­schen sind dort wegen ihrer Mei­nung ent­las­sen wor­den oder in Haft, dar­un­ter sehr viele Jour­na­lis­ten, wie etwa zu­letzt auch Deniz Yücel. Diese sehr be­sorg­nis­er­re­gen­den Ent­wick­lun­gen be­stär­ken mich auch in mei­ner Hal­tung, dass diese Tür­kei kei­nen Platz in der EU haben kann."

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(ll)