POLITIK
14/02/2017 18:35 CET | Aktualisiert 15/02/2017 02:47 CET

Trump fordert Putin auf, die Krim zurückzugeben

SAUL LOEB via Getty Images
Trump fordert Putin auf, die Krim zurückzugeben

  • Der Sprecher des Weißen Hauses hat Wladimir Putin aufgefordert, die Krim an die Ukraine zurückzugeben

  • Gleichzeitig betonte er, Trump setze auf gute Beziehungen zu Russland

Die US-Regierung hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, die besetzte Halbinsel Krim an die Ukraine zurückzugeben. Fast nebensächlich bemerkte Regierungssprecher Sean Spicer am Dienstagabend in einer Pressekonferenz: "Präsident Trump erwartet von Russland, in der Ukraine deeskalierend gegen die Gewalt einzuwirken und die Krim an die Ukraine zurückzugeben."

Spicer betonte dabei, Trump habe diese Haltung schon immer vertreten. Tatsächlich war der US-Präsident in seinen Äußerungen zur Ukraine bislang stets vage geblieben und vor allem mit lobenden Aussagen über Putin in Erscheinung getreten.

Spicer betonte, Trump setze auch weiter auf "gute Beziehungen zu Russland". In der Pressekonferenz hatte Trumps Sprecher zum Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn Stellung genommen.

Spicer betonte, Trump habe diesen zu seinem Rücktritt gedrängt. Es sei jedoch nicht um einen Verstoß gegen das Gesetz gegangen, sondern um eine "Frage des Vertrauens".

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Flynns Rücktritt wird zum Polit-Skandal

Flynn hatte Ende Dezember, noch ehe er ein offizielles Amt innehatte, mit Russlands Botschafter Sergei Kisljak telefoniert - ungefähr zu der Zeit, als Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängte. Das Weiße Haus bestätigte diese Kontakte. Spicer und Pence erklärten aber, in den Gesprächen sei es nicht um die Sanktionen gegangen.

Dies stellte sich später als falsch heraus, wie die "Washington Post" unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Regierungsvertreter berichtete.

Er habe Pence aus Versehen nicht vollständig über seine Telefonate informiert, begründete Flynn seinen Rücktritt: "Leider habe ich wegen der hohen Geschwindigkeit der Ereignisse unbeabsichtigt den designierten Vizepräsidenten und andere mit unvollständigen Informationen über meine Telefongespräche mit dem russischen Botschafter unterrichtet."

Mit Material der dpa.

(sk)