LIFE
12/02/2017 09:09 CET | Aktualisiert 12/02/2017 13:34 CET

Hamburg: Starbucks-Mitarbeiter verweigert einer schwangeren Frau den Gang auf die Toilette

Starbucks-Mitarbeiter verweigert einer schwangeren Frau den Gang auf die Toilette.
Getty Images
Starbucks-Mitarbeiter verweigert einer schwangeren Frau den Gang auf die Toilette.

Die hochschwangere Janine ist empört: Die junge Frau berichtete in der "Hamburger Morgenpost", dass ihr der Zugang zur Toilette in einer Starbucks-Filiale verwehrt worden sei.

Janine, die im achten Monat schwanger ist, war mit ihrem Mann in der Hamburger Innenstadt unterwegs, als sie plötzlich auf die Toilette musste. Also lief das Paar in eine Starbucks-Filiale am Rathausmarkt und fragte, ob es die Toilette benutzen dürfe. Doch der Mitarbeiter soll ihr das verweigert haben. Der Grund: Sie müsse vorher etwas kaufen.

Die hochschwangere Frau musste die Starbucks-Filiale wieder verlassen

Auch nach mehrmaligen Bitten der Frau ließ sich der Mitarbeiter laut der Darstellung der Frau nicht erweichen. "Ich habe ihm sogar meinen Mutterpass gezeigt, aber er blieb stur“, sagte Janine der "Morgenpost".

Das Paar fand schließlich etwas weiter weg eine öffentliche Toilette. Wütend ist Janine aber trotzdem: Sie findet, dass der Starbucks-Mitarbeiter ihr hätte entgegen kommen müssen.

Gaststätten haben das Hausrecht

Rechtlich gesehen ist das umstritten: Denn die Betreiber einer Gaststätte dürfen dank des Hausrechts entscheiden, wer ihre Toilette benutzen darf und wer nicht. Das gilt vor allem, wenn es sich nicht um zahlende Gäste handelt.

Jedoch gibt es Fälle, in denen Gaststätten verpflichtet sind, auch nichtzahlende Passanten die Toiletten benutzen zu lassen - beispielsweise bei medizinischen Notfällen.

Immerhin: Die Pressestelle von Starbucks Coffee Deutschland entschuldigte sich auch auf Anfrage der "Morgenpost" für das Verhalten des Mitarbeiters. Normalerweise gebe es für Fälle wie diesen kostenlose Codes, die den Zugang zu den sanitären Anlagen ermöglichten, erklärte die Kaffee-Kette. Die Huffington Post Deutschland konnte die Pressestelle von Starbucks an diesem Sonntag nicht erreichen.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png