LIFESTYLE
11/02/2017 09:07 CET | Aktualisiert 11/02/2017 09:52 CET

Das ist wohl die böseste Todesanzeige, die wir je gesehen haben

Gettystock
Bitterböser Nachruf: Das ist wohl die ehrlichste Todesanzeige, die wir je gesehen haben.

Wer so einen Nachruf erhält, der hat entweder unsäglich viel falsch gemacht im Leben. Oder ist an eine absolut unsägliche Familie geraten. Wir wollen uns da kein Urteil erlauben. Aber wir sind sicher: Das hier ist die böseste Todesanzeige, die wir je gesehen haben. Und nicht nur wir: Tausende diskutieren jetzt über sie.

Die Todesanzeige meldet das Ableben des 75-jährigen Leslie Ray Charping aus dem US-Bundesstaat Texas. Er starb vergangenen Monat an Krebs und hinterließ zwei Kinder, sechs Enkel und eine Ex-Frau. Und offensichtlich viel böses Blut.

Seine Familie schreibt in der Todesanzeige auf der Webseite des örtlichen Beerdigungsinstitutes "Carnes Funeral Home", sie sei "erleichtert". Denn: "Er lebte 29 Jahre länger als erwartet und deutlich länger als verdient."

"Leslies Tod beweist, dass das Böse tatsächlich sterben kann"

Seine Tochter, die den Nachruf verfasst hatte, erklärte laut dem amerikanischen TV-Senders ABC, dass Charping zu Lebzeiten gewalttätig gewesen sei und Drogen konsumiert habe. Demnach musste die gesamte Familie unter Charpings gewalttätigem Verhalten leiden. So lautet der Nachruf weiter:

"Er wird nach seinem Ableben nur für das vermisst, was er nie war: ein liebender Ehemann und Vater und ein guter Freund. Deshalb findet keine Beisetzung statt, es wird keine Gebete für den ewigen Frieden geben und keine Entschuldigung für die Familie, die er gefoltert hat."

Weiter schreibt sie: "Leslies sterbliche Reste werden eingeäschert und in der Scheune aufgehoben bis der Streubelag für Ray, unseren Esel, aufgebraucht ist. Leslies Tod beweist, dass das Böse tatsächlich sterben kann, und ist hoffentlich der Beginn einer Zeit, in der unsere Wunden heilen und wir uns wieder sicher fühlen können."

"Die Todesanzeige sollte dafür da sein, Frieden zu finden"

Der Nachruf erregte viel Aufmerksamkeit und wurde von einigen amerikanischen Medien aufgegriffen. Charpings Tochter äußerte sich deshalb noch einmal zu ihrer "ehrlichen Todesanzeige" in einem Statement gegenüber ABC: "Als jemand, der Lügner hasste, hätte Leslie unsere Ehrlichkeit zu schätzen gewusst."

"Für mich hätte es sich falsch angefühlt, ihn als etwas darzustellen, was er nicht war. Die Todesanzeige sollte dafür da sein, Frieden zu finden und wenn man dabei häusliche Gewalt verschweigt, macht man es nicht ungeschehen."

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

(sk)