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11/02/2017 04:42 CET | Aktualisiert 11/02/2017 04:43 CET

Stegner nennt Schäubles Schulz-Trump-Vergleich "töricht"

dpa
SPD-Politiker Ralf Stegner hat auf Twitter Finanzminister Wolfgang Schäuble attackiert

  • SPD-Politiker Stegner hat auf Twitter Finanzminister Schäuble (CDU) attackiert

  • Der hatte in einem Interview SPD-Kanzlerkandidat Schulz mit US-Präsident Trump verglichen

Die Kanzlerkandidatur von Martin Schulz (SPD) hat einen Schlagabtausch zwischen SPD und Union in Gang gesetzt. Aktuell am Ball: Ralf Stegner, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter schrieb er am Samstagmorgen: "Herr Schäuble fordert Martin Schulz auf, 'ein bisschen nachzudenken'. Ein Blick in den Spiegel hätte ihm törichten Trump-Vergleich erspart."

Schäuble findet, Schulz betreibe "Dampfplauderei"

Der Hintergrund: Schäuble hatte Schulz in einem Interview mit dem Magazin "Spiegel" mit dem US-Präsidenten Donald Trump verglichen. "Wenn Schulz seine Unterstützer 'Make Europe great again' rufen lässt, dann ist das fast wortwörtlich Trump", sagte er.

Im "Spiegel" unterstellte Schäuble der SPD, einen Wahlkampf nach der postfaktischen Methode des US-Wahlkampfs zu führen.

Schäuble hatte dem SPD-Kanzlerkandidaten außerdem vorgeworfen, "Dampfplauderei" zu betreiben. "Dem würde es auch guttun, wenn er mal ein bisschen nachdenken würde."

Stegners Retourkutsche

Stegner keilte nun in einem Tweet an den Rivalen zurück: "Die von der Union gegen Martin Schulz lancierten und komplett postfaktischen Unterstellungen und Behauptungen zeugen vom Aufschwung der SPD."

Die Union hatte in den vergangenen Tagen immer wieder den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz attackiert - wohl als Reaktion auf die steigenden Umfragewerte der Sozialdemokraten.

Der Schlagabtausch zeigt: Auch Monate vor der Bundestagswahl setzen SPD und Union zunehmend auf Konfrontation.

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(sk)