LIFESTYLE
10/02/2017 07:56 CET

Blaue Stichflammen: Astronaut wird Zeuge eines mysteriösen Himmelsphänomens

Es könnte der Stoff aus einem Science-Fiction-Roman sein: gewaltige Gewitterstürme tauchen den Himmel in ein bedrohliches Licht, flackernde Blitze entladen sich wie gigantische blaue Stichflammen am Firmament.

Doch dieses Wetterphänomen ist durchaus real. Die Rede ist von sogenannten Blue Jets.

Lange Zeit wurden die blauen Blitze als Spinnerei von Piloten abgetan. Auch deshalb, weil die Erscheinungen vom Boden aus kaum zu beobachten sind.

Nun ist es dem dänischen Astronauten Andreas Morgensen gelungen, das Himmelsspektakel auf völlig neue Weise aus dem All aufzunehmen.

(Im Video oben könnt ihr euch die beeindruckenden Aufnahmen des Astronauten ansehen.)

Die präzisen Aufnahmen sind bisher einzigartig

Bei seiner Mission auf der Internationalen Raumstation (ISS) konnte Morgensen mit einer besonders sensiblen Kamera Bilder von dem Phänomen aus rund 18 Kilometern Höhe machen.

Das Besondere: Morgensens präzise Aufnahmen sind bisher einzigartig.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Das 160 Sekunden lange Video des Astronauten zeigt insgesamt 245 leuchtende Blitze, die aus der Spitze eines Wolkensturms über Indien schießen.

"Es passiert nicht jeden Tag, dass man ein neues Wetterphänomen auf Film einfangen kann, deshalb bin ich sehr froh über das Ergebnis - aber vor allem, weil Forscher diese faszinierenden Gewitter bald genauer untersuchen können", sagte der Astronaut in einem Statement für die Europäische Raumfahrt-Organisation ESA.

Bisher gab es kaum Informationen über das Wetterphänomen

Die Zehntelsekunden andauernden Blitze entladen sich in rund 40 Kilometer Höhe im Bereich der Stratosphäre und springen regelrecht aus der Wolkenoberdecke heraus. Die stifflammenartigen Entladungen ragen bis zu 25 Kilometer in die Höhe, bevor sie sich wieder auflösen.

Lange Zeit gab es kaum gesicherte Informationen über die Blue Jets. Erst Ende der 80er Jahre wurden gezielt Aufnahmen davon gemacht.

Aufgrund der schlechten Winkel konnten Experten jedoch bisher kaum verwertbare Daten sammeln.

Durch die spektakulären Aufnahmen des Astronauten erhoffen sich die Wissenschafter der NASA und der ESA nun, ein weiteres Rätsel über die Entstehung der seltenen Wetterphänomen entschlüsseln zu können.

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen. Wie ihr selbst aktiv werden könnt, erfahrt ihr bei unserem Kooperationspartner Betterplace..

(lk)