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09/02/2017 18:22 CET

Trump-Beraterin macht in Interview Kaufempfehlung - und sorgt damit für Wirbel

Trumps Beraterin Kellyanne Conway macht eine Kaufempfehlung für Ivanka Trumps Mode - und sorgt damit für Wirbel
Fox News
Trumps Beraterin Kellyanne Conway macht eine Kaufempfehlung für Ivanka Trumps Mode - und sorgt damit für Wirbel

  • Die Trump-Beraterin Kellyanne Conway hat in einem interview Werbung für die Marke von Trumps Tochter Ivanka gemacht

  • Jetzt entbrennt erneut die Debatte um die geschäftlichen Interessen des US-Präsidenten

  • Conway dürfte mit ihrer Werbung das Gesetz gebrochen haben

Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway steht zur Vetternwirtschaft ihres Chefs. Anders ist ihr Verhalten am Donnerstag nicht zu erklären.

Nachdem eine US-Kaufhauskette die Kollektion von Trumps Tochter Ivanka aus ihrem Sortiment geschmissen hatte, machte Conway in einem Interview Werbung für die Marke der Präsidenten-Tochter. Damit begann Conway eine neue Kontroverse über die Verstrickung von privaten und geschäftlichen Interessen des US-Präsidenten.

"Kauft Ivankas Sachen"

In einem Interview mit dem TV-Sender Fox News forderte die Beraterin: "Kauft Ivankas Sachen". Conway sagte den Zuschauern während ihres Appells, den sie selbst als "kostenlose Werbung" bezeichnete: "Es ist eine wunderbare Kollektion. Ich selbst besitze Teile davon."

Vor den Kameras gab sie ebenso Tipps zur Beschaffung: "Kauft es noch heute, jeder. Ihr könnt es online finden."

Mit ihrer dreisten Reklame dürfte Conway allerdings offizielle Regeln verletzt haben. So ist es Offiziellen nicht gestattet, im Amt Produkte zu verkaufen - immerhin steht Trumps Beraterin während der Aufzeichnung im Weißen Haus.

Auch der der Vorsitzende des Ausschusses des Repräsentantenhauses sagte laut der Nachrichtenagentur AP, dass die Werbung "klar über der Linie" und "inakzeptabel" war.

Trump hatte ihn Vergangenheit mehrfach beteuert, als Präsident Abstand von seinen Tätigkeiten als Geschäftsmann zu nehmen. Nach Conways Bemerkungen wächst zurecht Zweifel daran, ob der Präsident gewillt ist, seinen Versprechen Taten folgen zu lassen.

Nordstrom, eine der größten Kaufhausketten der USA, hatte die komplette Mode- und Schuhkollektion von Trump-Tochter Ivanka aus dem Sortiment geschmissen.

Trump klagt bei Twitter

Trump hatte sich daraufhin über die Behandlung aufgeregt. Er klagte auf Twitter: "Meine Tochter Ivanka wurde von Nordstrom so unfair behandelt! Sie ist ein so wunderbarer Mensch – sie bringt mich immer dazu, die richtigen Dinge zu tun! Schrecklich!“

Schon hier zeigte sich: Auch als US-Präsident ist Trump weiter vor allem Geschäftsmann.

Wie die "New York Times" berichtete, sei die Entscheidung von Nordstrom nicht einmal politisch motiviert gewesen. Jedes Jahr nehme man das Unternehmen etwa 10% der alten Marken aus dem Sortiment, um Platz für neue zu machen. "In diesem Fall haben wir uns wegen der Absatzzahlen dagegen entschieden, die Marke für die neue Saison einzukaufen", so die Begründung in der offiziellen Nordstrom-Stellungnahme.

(lp)