POLITIK
08/02/2017 17:17 CET | Aktualisiert 09/02/2017 05:39 CET

Als Maischberger Schäuble nach der AfD fragt, verschlägt es dem Finanzminister kurz die Sprache

(Was Schäuble zur Zukunft der EU sagte, seht ihr im Video oben)

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ist für seine Schlagfertigkeit bekannt. Auf dem internationalen Parkett nimmt der CDU-Politiker selten ein Blatt vor den Mund.

Im ARD-Talk von Sandra Maischberger am Mittwochabend geriet er dagegen kurz ins Stocken. Das zeigt ein Ausschnitt der Sendung, den Maischberger vorab bei Facebook veröffentlichte.

Darin konfrontiert die Moderatorin Schäuble mit der Behauptung, die AfD sei "eigentlich gut für die Demokratie“.

Das Bundestags-Urgestein seufzte so ausgiebig, dass Maischberger sich sogar genötigt fühlte, ein "ja oder nein?“ hinterherzuschieben.

Dann – mehrere Sekunden waren verstrichen – holte Schäuble zur Antwort aus. In der Demokratie sei Wettbewerb in Ordnung, aber Schäuble habe gehofft, "dass wir mit vielem von dem Gedankengut, das in der AfD – ja auch zum Teil ganz bewusst – ausgebeutet wird, in Deutschland nicht mehr zu tun haben würden".

Die AfD musste in jüngsten Umfragen Stimmen einbüßen. Momentan liegt die Partei laut einer Forsa-Umfrage bei zehn Prozent. Nutznießer ist die SPD, die mit Neu-Kanzlerkandidat Martin Schulz jetzt bei 31 Prozent liegt.

Die AfD muss derzeit in Umfragen Einbußen hinnehmen. Zuletzt verlor die Partei erneut einen Punkt und liegt nun bei 10 Prozent. Das könnte auch mit der Kanzlerkandidatur von Martin Schulz für die SPD zusammenhängen, der in der Vergangenheit abgewanderte Wähler der Sozialdemokraten zurückholt.