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07/02/2017 08:11 CET | Aktualisiert 07/02/2017 08:57 CET

Syrisches Kind in NRW angeschossen - von der Tatwaffe fehlt jede Spur

Keith Brofsky via Getty Images
SYMBOLBILD: Ein Dreijähriger wurde auf offener Straße in Bad Salzuflen angeschossen

Auf offener Straße ist in Nordrhein-Westfalen ein syrischer Junge angeschossen worden. Ist es nur ein schrecklicher Zufall gewesen - oder am Ende doch Fremdenhass? Die Mordkommission ermittelt. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend.

Der Dreijährige aus Krefeld war am Sonntag mit seinen Eltern bei Freunden in Bad Salzuflen zu Besuch. Als die Familie gegen 22 Uhr zum Auto der Bekannten ging, soll der Junge plötzlich geschrien und sich an die Brust gegriffen haben. Er blutete.

Eltern bringen angeschossenes Kind ins Krankenhaus

Die Eltern brachten den Kleinen sofort ins Krankenhaus. Dort stellen die Ärzte den Berichten zufolge fest: Der Junge wurde mit einem Luftgewehr angeschossen. Um das Geschoss aus seiner Brust zu entfernen, musste der Dreijährige operiert werden.

Dem Oberstaatsanwalt aus Detmold zufolge habe der Junge aber zu keiner Zeit in Lebensgefahr geschwebt. Das berichtet die Nachrichtenseite "Tag 24".

Täter könnte in der Nähe seines Opfers gestanden haben

Die Mordkommission ermittelt, sowie kurzzeitig auch der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld.

Der Täter habe in der Nähe seines Opfers gestanden, vermutet die Polizei dem Portal zufolge. Denn anders seien solche Verletzungen durch das Geschoss eines Luftgewehrs derzeit nicht zu erklären.

Aber: Bisher soll in der Umgebung des Vorfalls und in den umliegenden Häusern wohl kein passendes Gewehr gefunden worden sein.

Laut der Staatsanwaltschaft gebe es zudem derzeit keine Hinweise für eine politisch motivierte Tat oder eine Beziehungstat, berichtet die Regionalseite "LZ.de".

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(jg)