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07/02/2017 10:30 CET

Schwarzenegger nach Trump-Attacke: "Ich wollte sein Gesicht auf den Tisch schmettern"

Ernesto Ruscio via Getty Images
Arnold Schwarzenegger hat Donald Trump gegenüber einem US-Magazin scharf attackiert

  • Arnold Schwarzenegger hat Donald Trump im Gespräch mit einem US-Magazin scharf attackiert

  • Trump hatte ihn zuvor für die Quoten seiner Show "Celebrity Apprentice" kritisiert

Auf den Kinoleinwänden hat er als "Terminator" gegen Androiden gekämpft. Im echten Leben nimmt es der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger mit dem US-Präsidenten Donald Trump auf.

Der hatte auf Twitter Schwarzenegger für dessen Auftritt in der Casting-Show "Celebrity Apprentice" attackiert. Dem US-Magazin "Men's Journal" sagte der geborene Österreicher nun über diesen Moment:

"Ich rief meinen Assistenten an und sagte: 'Ich glaube, was wir wirklich tun sollten, ist, ein Treffen in New York zu vereinbaren." Nach einer Kunstpause fügt er hinzu: "Und dann schmettern wir sein Gesicht auf den Tisch."

Wie der Reporter des "Men's Journal" schreibt, lacht Schwarzenegger über diese Aussage. Offensichtlich alles nur ein Witz: "Ich glaube, ich muss über all dem stehen, ihn in Verlegenheit bringen", sagt Schwarzenegger.

Trump vs. Schwarzenegger

Der Hintergrund des bizarren Streits: Schwarzenegger tritt seit Januar 2017 als Jury-Boss in der Casting-Show "Celebrity Apprentice" auf - eine Rolle, die früher Trump ausfüllte. Bis 2015 war der US-Präsident in der Sendung zu sehen.

Die Quoten für "Celebrity Apprentice" fielen schlecht aus. Anlass für Donald Trump, Schwarzenegger auf Twitter dafür zu kritisieren: "Wow, die Quoten sind raus und Arnold Schwarzenegger wurde unter Wasser gesetzt (oder zerstört) im Vergleich mit der Quoten-Maschine, DJT (Donald J. Trump, Anm). So viel dazu..."

Dann griff Trump auch noch Schwarzeneggers Arbeit als Gouverneur von Kalifornien an: "Ja, Arnold Schwarzenegger hat einen schlecht Job als Gouverneur gemacht und war sogar noch schlechter bei 'Apprentice'... aber wenigstens hat er sich sehr bemüht."

Mehr zum Thema: Widerstand gegen Trump: Wie die US-Bürger das Land vor ihrem eigenen Präsidenten retten

Unterschwellige Kritik

Das war der Moment, an dem Schwarzenegger darüber nachdachte, Trumps Gesicht zu zerschmettern. Auf Twitter schickte er dann allerdings versöhnlichere Botschaften - mit unterschwellige Kritik an der Arbeit des neuen Präsidenten.

In einer Videonachricht sagte er: "Hey Donald, ich habe eine tolle Idee. Warum tauschen wir nicht unsere Jobs? Du übernimmst das TV, weil du so ein Experte bei Einschaltquoten bist. Und ich übernehme deinen Job - dann können die Menschen endlich wieder beruhigt schlafen."

"Guerillakrieg" gegen Trump

Wie Trump ist Schwarzenegger in der Republikanischen Partei. Allerdings ist er - wie andere Parteikollegen auch - schon länger ein Kritiker des umstrittenen US-Präsidenten. Vor der Wahl verkündete der ehemalige Gouverneur etwa, er werde nicht für Trump stimmen.

Das US-Magazin "Men's Journal" schreibt, Schwarzenegger führe einen "Guerillakrieg" gegen Trump. Immer wieder stichelt Schwarzenegger gegen den Präsidenten, zuletzt kritisierte er das Einreiseverbot für Menschen aus sieben vorwiegend muslimischen Ländern.

Gegenüber "Men's Journal" sagt Schwarzenegger dazu: "Es ist verrückt. Es lässt uns dumm aussehen." Über die Proteste gegen das Verbot äußert er sich lobend: "Ich denke, die Leute haben wirklich gut darauf reagiert."

Dann legt er noch einmal nach. Trump klinge wie der Bösewicht eines Action-Films ohne Impulskontrolle, sagt der Schauspieler. "Ich klinge präsidialer und diplomatischer und mehr wie ein Staatsmann - genau so sollte Donald sein", schiebt Schwarzenegger einen weiteren Angriff auf den Präsidenten hinterher.

Wie die "Terminator"-Saga wird wohl auch der Streit "Trump vs. Schwarzenegger" noch einige Episoden produzieren.

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(jg)