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07/02/2017 11:05 CET

Jetzt dreht er völlig durch: Der Wendler vergleicht sein Schicksal mit dem Donald Trumps

Zieht Parallelen zu Trump - nach dieser Aussage muss man die Zurechnungsfähigkeit des Wendlers anzweifeln
Tristar Media via Getty Images
Zieht Parallelen zu Trump - nach dieser Aussage muss man die Zurechnungsfähigkeit des Wendlers anzweifeln

Nach dem Weltbild von Michael Wendler (laut englischsprachigem Wikipedia-Eintrag "the King of German Pop Music") gibt es offenbar nur zwei Arten von Menschen auf dieser Erde.

Die einen sind Helden. Zu denen zählt der Wendler. (Sagt der Wendler.)

Die anderen sind Journalisten. Das sind Hasser, die neidisch auf den Wendler sind und ihn fertig machen wollen. (Sagt auch der Wendler.)

Zu Letzteren zähle dann wohl ich. Zumindest gebe ich ganz offen zu, dass ich neidisch auf den Wendler bin. Allein deshalb, weil er von sich selbst in der dritten Person sprechen kann - samt Artikel vor seinem Namen -, ohne sich dabei albern vorzukommen.

michael wendler

Eigentlich weiß der Wendler aber auch, dass wir Journalisten gar nicht anders können, als über ihn zu berichten. Es zählt zu unseren Aufgaben, den Mächtigen Deutschlands auf die Finger zu schauen. Also auch dem Wendler.

"Ohne mich geht es in Deutschland nicht, habe ich das Gefühl. Schlagzeilentechnisch", stellt er richtig fest.

Und so vergeht kein Tag, an dem nicht das Gesicht des Wendlers von einer Front-Page oder von einem Magazin-Cover strahlt - oder eben aus dem Fernseher, so wie jetzt gerade wieder.

Denn der Wendler ist in die USA ausgewandert. Ja, richtig: Der Wendler, einer, der Deutschland nach eigenen Aussagen viel gegeben hat, hat uns verlassen.

Sogar einen neuen Namen hat er sich gegeben. Statt "der Wendler" nennt er sich nun konsequent "the Wendler" (sprich: Se Wändler). Das ist Englisch für "der Wendler".

Dass er ausgewandert ist, hat verschiedene Gründe. Wie jeder klassische Held hatte es auch the Wendler in seiner Vergangenheit nicht leicht. Er war "immer Einzelgänger", hat, wie er betont "immer, wie sagt man, einen eigenständigen Merkmal gehabt".

Aber er hat sich nicht unterkriegen lassen, ist "immer gegen den Strom geschwommen", hat gekämpft, sich durchgebissen, "den Anfeindungen der Medien" die Stirn geboten.

Genau wie wer? Richtig. Genau wie US-Präsident Donald Trump.

Der Wendler vergleicht sein Schicksal mit dem von Trump

Zwischen Trumps Leben und seinem eigenen Leben zieht the Wendler einige Parallelen. Auf den US-Präsidenten angesprochen sagt er in der Sendung "Goodbye Deutschland", er fände es "toll, einfach großartig", dass die Amerikaner jemandem wie Trump eine Chance geben würden.

Schließlich sei Trump jemand, der ständig Anfeindungen ausgesetzt sei, genau wie the Wendler selbst. Und der sich trotzdem durchgebissen habe. Auch wie the Wendler.

Aber in Deutschland, da sei alles anders. Da sei so jemand wie Trump (oder wie the Wendler) gar nicht möglich. Denn "wenn einer was für Deutschland tut, ist man nicht dankbar", sagt the Wendler. Stattdessen verjage man ihn.

So wie man the Wendler, der so viel für Deutschland getan hat, nach Florida verjagt hat.

Die Liebe zu Venedig hat die Wendler-Familie nach Florida geführt

Aber er gibt zu, dass das nicht der einzige Grund ist, warum er nach Florida ausgewandert ist. Seine Frau liebe Venedig und the Wendler liebe Boot fahren. Also habe er sich überlegt, wie sich ihre Liebe zu Venedig und seine Liebe zum Boot fahren verknüpfen ließe - und sei so auf Florida gekommen. Naheliegend.

"Außerdem wollte ich auch mal Zeit mit meiner Familie verbringen, ohne dass ganz Deutschland weiß, was ich tue", sagt the Wendler. Vor Fernsehkameras. Auf Vox. Vor tausenden Zuschauern.

Denn, wie er feststellt: "Ich bin sehr, sehr bekannt in Deutschland."

Aber was weiter weg ist, erscheint ja immer ein bisschen wertvoller. Von daher lieber Wendler, tu uns doch den Gefallen und bleib ruhig noch ein bisschen in Florida. Das wär echt total crazy.

(lk)