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07/02/2017 07:20 CET | Aktualisiert 07/02/2017 07:24 CET

Julia Klöckner: "Martin Schulz redet die AfD stark"

ullstein bild via Getty Images
Die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Julia Klöckner, attackiert Martin Schulz

  • Die SPD wird vom Martin-Schulz-Effekt getragen

  • Nun schießt CDU-Politikerin Klöckner gegen den SPD-Kanzlerkandidaten

  • Sie wirft ihm vor, die AfD zu stärken

Martin Schulz überrascht die Union mit bärenstarken Umfragewerten.

Die CDU bläst jetzt zur Attacke auf den Euphorie-Kanzlerkandidaten der SPD. Allen voran: Julia Klöckner, die stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei.

Sie wirft Schulz in einem Interview mit der "Passauer Neuen Presse" vor, er rede Deutschland schlecht und stärke so die AfD. "Für die Stimmung redet er unser Land schlecht, was aber nichts mit der Realität zu tun hat", zitiert die "Passauer Neuen Presse" Klöckner.

"Wer da wie Herr Schulz sagt, alles sei ungerecht hier, der redet wie die AfD und macht sie stark."

Martin Schulz "ist wie eine neu eröffnete Gastwirtschaft"

Die starken Umfragen der SPD unter ihrem neuen Kanzlerkandidaten Martin Schulz verunsichern Klöckner nicht. "Bei dem Kandidaten Schulz ist es, wie Volker Kauder sagte, wie mit einer neu eröffneten Gastwirtschaft. Zur Eröffnung gehen erst mal alle hin", so Klöckner. Nach dem Testen des Preis-Leistungs-Verhältnisses gebe es aber bei manchem eine Enttäuschung.

Niemand wisse, wofür Martin Schulz eigentlich stehe. Er sei immer "sehr schwammig und unkonkret".

Mehr zum Thema: Der Schulz-Plan: Wofür steht der Euphorie-Kandidat der SPD?

Klöckner spielt Streit in der Union herunter

Den Streit in der Union, vor allem um die Flüchtlingspolitik, spielt Klöckner herunter. „Viel mehr als das Symbolthema Obergrenze interessiert die Menschen, ob wir uns um die entscheidenden Alltagsthemen kümmern“, sagt sie im Interview.

Zum Vorstoß des SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann, Flüchtlinge aus Nordafrika abzuweisen und zurückzuschicken, sagte Klöckner: „Willkommen in der Realität. (...) Wenn Herr Oppermann jetzt die Vorschläge von Herrn de Maizière übernimmt, gut so.“

Sie bezweifele aber, dass er dafür Rückhalt in der eigenen Partei habe. Sie hält der SPD vor, durch Blockadepolitik eine angemessene Reaktion auf die Flüchtlingsfrage verhindert zu haben.

"Wir wären heute bei der Grenzsicherung, in der Flüchtlingspolitik oder der inneren Sicherheit schon viel weiter", so die CDU-Politikerin.

(ben)