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07/02/2017 13:53 CET | Aktualisiert 08/02/2017 03:43 CET

Wenn dieser fulminante Gletscher schmilzt, verändert sich die ganze Welt – es hat schon angefangen

Die Antarktis ist ein Land der Mythen, Legenden und Abenteuer. Ein scheinbar unwirtlicher Ort, den viele als außerirdisch beschreiben. Wunderschön und gleichzeitig angsteinflößend.

Die Huffington Post Australien reiste zur Casey-Station, einer Forschungseinrichtung, die bis zu 100 Wissenschaftler und Expeditionsteilnehmer beherbergt. Dort erfuhren sie, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist und was die Zukunft für uns bereit hält - sollte die Menschheit so weitermachen, wie bisher.

Ein Beispiel für die bedenklichen Entwicklungen ist anhand des Totten-Gletschers zu beobachten. Er ist der größte Gletscher im Osten der Antarktis, größer als Kalifornien. Würde er komplett schmelzen, stiege der Meeresspiegel global um 3.5 Meter. Und er schmilzt bereits - teils um bis zu 70 Meter im Jahr.

„Die Fakten zum Klimawandel sind unbestreitbar. Er passiert wirklich“, so der australische Glaziologe Ben Galton-Fenzi. „Bei unserer Forschung geht es nicht darum, uns zu beweisen, dass er wahr ist. Wir versuchen hier zu verstehen, wie sich die Reaktionszeit des Systems im Zukunft verändern wird, sodass wir uns anpassen können.“

Galton-Fenzi und sein Team werden die nächsten drei Monate hier verbringen und herausfinden, wie schnell der Totten-Gletscher wirklich zurückgeht und wie sich das auf den Meeresspiegel auswirkt.

„Ich habe zwei Kinder und sorge mich um die Zukunft. Was für eine Welt werden sie vorfinden? Die Welt, an der wir heute arbeiten, werden sie eines Tages übernehmen.“

Der Klimawandel brachte auch den Studenten James Black in die Antarktis. Er untersucht, inwiefern sich der pH-Wert des Polarmeeres verändert. Der Ozean nimmt etwa 30 Prozent des weltweit produzierten CO2 auf, so Black. Das sind umgerechnet etwa acht Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr.

Je saurer das Wasser wird, desto geringer werden die Überlebenschancen für die kleinsten Heeresorganismen, wie Plankton. Obwohl Plankton klein und unbedeutend erscheint, ist es die Basis der Nahrungskette.

Was mit Menschen passiert, die teils ein ganzes Jahr auf der Station verbringen, seht ihr im Video oben.

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