07/02/2017 03:56 CET | Aktualisiert 11/12/2017 10:00 CET

Das sind die verrücktesten Energiequellen der Welt

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Eine neue, grüne Welt entsteht auf verrückte, aber wundervolle Art. Stück für Stück.

Erneuerbare Energie, das bedeutet im Wesentlichen dreierlei: Solar-, Wind- und Wasserkraft. Tatsächlich gibt es noch ganz andere Arten der Energiegewinnung, zumindest in den Gedanken von Wissenschaftlern und Erfindern. Da entsteht Strom aus Alkohol oder durchs Tanzen. Womit bewiesen wäre: Innovation kennt keine Grenzen.

Einer Studie der Vereinten Nationen zufolge wurden 2015 insgesamt 286 Milliarden Dollar (rund 250 Milliarden Euro) in erneuerbare Energien investiert. Wasserkraftwerke nicht mitgezählt kamen gut zehn Prozent des weltweit erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen, etwa doppelt so viel wie noch 2007. Die Rate steigt weiter. Besonders gut würde es mit der Energiewende klappen, wenn diese fünf genialen Ideen zum Standard werden. Das ist aber – leider – nicht sehr wahrscheinlich.

Explodierende Seen in Afrika

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Am Grund eines Sees in Ruanda wird entweichendes Methangas genutzt, um Strom zu produzieren. Das Kivuwatt genannte Biogas-Projekt begann 2016 am Kivu-See, an dessen Ufern zwei Millionen Menschen leben. Ist das Kraftwerk mit einer Kapazität von 25 Megawatt erfolgreich, werden weitere 75 Megawatt hinzukommen. Dadurch würde die aktuelle Energiekapazität Ruandas um mehr als die Hälfte steigen – in einem Land, in dem 78 Prozent der Einwohner keinen täglichen Zugang zu Strom haben.

Sprit aus Schnaps

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Die Schotten sind einem guten Schlückchen nicht abgeneigt, sie haben aus Alkohol sogar einen großen Wirtschaftszweig gemacht. Im Namen der Nachhaltigkeit wurde dort nun der Destillationsprozess um einen Schritt verlängert: Das Unternehmen Celtic Renewables stellte 2015 erstmals Biokraftstoff, sogenanntes Biobutanol, aus den Nebenprodukten von Scotch-Whisky her. Bis 2018 soll eine Schauanlage für die Herstellung entstehen. Die Gründer sind überzeugt, dass der Kraftstoff eine echte Alternative zu Benzin und Kerosin ist.

Wärme aus dem Krematorium

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In England wird die Wärme, die beim Verbrennungsprozess in Krematorien entsteht, nicht einfach in die Atmosphäre geblasen, sondern genutzt – zum Heizen von Schwimmbecken. Das Krematorium von Redditch in Worcestershire erspart dem örtlichen Schwimmbad jährlich mehr als 17.000 Euro Heizkosten. Einen anderen aber ähnlich intelligenten Weg verfolgt das Krematorium von Durham (hier abgebildet): In die Öfen sind zwei Turbinen eingebaut, die Strom erzeugen. Überschüssige Energie wird ins Stromnetz eingespeist.

Tanzend die Welt retten

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Holland tanzt den Nachhaltigkeitstanz: In einem Rotterdamer Club gibt es seit 2008 den sogenannten Sustainable Dance Floor. Das Funktionsprinzip ist einfach: Je besser die Musik ist, desto mehr Besucher sind auf der Tanzfläche – und erzeugen Bewegungsenergie. Dabei kommt einiges zusammen: Jeder Tänzer erzeugt im Schnitt 20 Watt – ist die Disko voll, genügt das, um sie die ganze Nacht autark mit Strom zu versorgen.

Die Kraft aus der Windel

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Neugeborene verbrauchen im Schnitt bis zu zehn Windeln am Tag. In einem ganzen Land kommt da viel zusammen – besonders in Japan, wo die besonders betagte Bevölkerung auch noch einen hohen Verbrauch an Erwachsenenwindeln aufweist. Aus den Resten lässt sich allerdings Energie gewinnen, wie das japanische Unternehmen Super Faiths zeigt. Dessen Produkt: Heizpellets (übrigens geruchslos) aus vergorenen, geheckselten und getrockneten Windeln. In jedem davon steckt ein beachtlicher Brennwert von 5000 Kilokalorien, mit denen Biomassekraftwerke betrieben werden können.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.