NACHRICHTEN
07/02/2017 17:09 CET

In einer brasilianischen Stadt hat die Polizei die Arbeit eingestellt – jetzt bricht hier die Hölle los

Kriminelle Gangs liefern sich ungehindert Straßenschlachten, Geschäfte werden in aller Ruhe geplündert und Gangster erschießen wahllos Passanten.

Seit Samstag Morgen herrscht im brasilianischen Bundesland Espírito Santo das Recht des Stärkeren. Und alles nur wegen eines Polizeistreiks, berichtet unter anderem der "Guardian".

Um der Lage Herr zu werden, schickte die Regierung nun 200 Soldaten in das Bundesland. Laut örtlichen Medien sollen in den letzten Tagen bereits etwa 50 Menschen gestorben sein. Schulen sind geschlossen, ebenso öffentliche Krankenhäuser und Ämter.

Der Grund für den Streik sind Lohnverhandlungen. Doch die können erst weitergehen, sobald die Polizisten wieder zur Arbeit erscheinen. Cesar Colnago, der Gouverneur des Staates, will nicht nachgeben. "Es gibt keine Chance, dass wir diese Einstellung akzeptieren, der Bevölkerung so etwas Essenzielles, wie die öffentliche Sicherheit, zu entziehen."

Auch mehrere andere brasilianische Staaten ringen mit der schlimmsten Finanzkrise, die das Land je gesehen hat. So kann zum Beispiel Rio de Janeiro schon kaum die Gehälter für Polizei, Lehrer und Ärzte aufbringen.

Wie schrecklich die Situation vor Ort ist, seht ihr im Video oben.

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(ks)