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06/02/2017 13:27 CET | Aktualisiert 07/02/2017 02:02 CET

Konflikt mit Ansage? Wegen dieses Werbespots wollen Trump-Anhänger Coca-Cola boykottieren

  • Ein Werbespot von Coca-Cola sprach sich für Toleranz und eine multikulturelle Gesellschaft aus

  • Trump-Anhänger riefen zum Boykott des Getränkeherstellers auf - dabei stammt der Clip von 2014

Wenn im Super Bowl die Mannschaften in die Halbzeit gehen, warten die Zuschauer gespannt auf die Werbung. Denn die Unternehmen geben nicht nur viel Geld für den teuren Sendeplatz aus – sondern machen sich auf viel Mühe.

In diesem Jahr waren einige Spots politischer als in den früheren Jahren. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump sind die USA politisch aufgeheizt – und das zeigte sich auch in der Halbzeitpause.

Die Spots drehten sich um Menschen verschiedener Herkunft. Auch der Getränkehersteller Coca-Cola nahm sich der Einwanderungsdebatte an – und plädierte in seiner Werbung für ein tolerantes Zusammenleben.

"Zusammen ist schön"

Der Clip zeigt Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit oder mit verschiedener Hautfarbe. Im Hintergrund wird die patriotische Hymne "America the beautiful" gesungen – in verschiedenen Sprachen wie Spanisch, Arabisch und Hindi.

Am Ende macht ein Slogan die Botschaft überdeutlich: "Together is Beautiful". Zusammen ist schön. Coca-Cola wollte damit augenscheinlich ein Zeichen für Einigkeit setzen.

Kritiker warfen US-Präsident Trump in den vergangenen Tagen vor, mit seiner Politik das Land weiter zu spalten und mit einem Einreiseverbot Muslime zu diskriminieren.

Mehr zum Thema: Lady Gaga macht beim Super Bowl nicht offen Stimmung gegen Trump - sie hat eine viel perfidere Waffe

Clip ist drei Jahre alt

Wie "Spiegel Online" berichtet, haben Trump-Anhänger über den Kurznachrichtendienst Twitter zu einem Boykott von Coca-Cola aufgerufen. Dabei stammt der Spot bereits aus dem Jahr 2014. Damals lautete der Slogan am Ende noch: "America is Beautiful", also "Amerika ist schön". Die Proteste konnte der Konzern eigentlich vorhersehen.

Schon nach der ersten Ausstrahlung löste die Werbung eine Kontroverse aus. Manche fühlten sich davon gestört, dass die Amerika-Hymne in verschiedenen Sprachen gesungen wurde.

Auch Donald Trump verfolgte wohl den Super Bowl am Fernseher. Zumindest freute er sich hinterher auf Twitter über den Sieg der New England Patriots: "Was für ein großartiges Comeback und was für ein Sieg der Patriots."

Über die Werbung hat er sich bisher nicht geäußert.

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