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06/02/2017 15:49 CET

So bitterböse macht sich "quer" über Merkel und Seehofer lustig

Am Montag hat sich CSU-Chef Horst Seehofer dazu durchgerungen, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch als Kanzlerkandidatin für seine Partei zu nominieren. Vorausgegangen waren Monate von Gezeter und Streit innerhalb der Union um den richtigen Kurs in der Zuwanderungspolitik.

Das Treffen in München am Montag sollte eine Versöhnung sein. Nicht jeder nahm den beiden Streithähnen Seehofer und Merkel das ab. Das BR-Magazin "quer" bringt diese Sicht mit einer Karikatur auf Facebook auf den Punkt:

seehofer merkel quer

Screenshot Facebook/quer

Merkel im Brautkleid steht Arm in Arm neben ihrem Bräutigam Seehofer. Beide gucken unglücklich über dieses Arrangement aus der Wäsche. Darunter steht: "Wollte die Union Zwangsehen nicht verbieten?!"

Versöhnung als letzter Ausweg

Für "quer" ist eindeutig: CDU und CSU haben sich geeinigt, weil es nicht anders ging. Wäre der Streit weitergegangen, die Ergebnisse in der Bundestagswahl hätten darunter gelitten.

Zumal mit dem SPD-Hoffnungsträger Martin Schulz auch die Sozialdemokraten in der Umfragewerten an Fahrt aufgenommen haben. Laut einer Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung liegt die SPD sogar erstmals seit Jahren wieder in der Wählergunst vor der Union.

"Quer" kommentiert die Karikatur daher mit den Worten: "Der kürzliche Erfolg der SPD durch Martin Schulz macht die Union unruhig - und zwingt sie zu einem drastischen Schritt: Versöhnung."

Mit dieser Meinung stehen die Macher des Magazins nicht alleine da. Auch die Presse bezweifelte am Montag die Glaubwürdigkeit der Einigung von CDU und CSU. Der ehemalige Unions-Berater Michael Spreng nannte das Treffen gar "eine der verlogensten politischen Veranstaltungen des Jahres."

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(ks)