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06/02/2017 15:04 CET | Aktualisiert 06/02/2017 15:48 CET

Happy End nach 23 Jahren: Zeitungsartikel führt Obdachlosen wieder mit seiner Familie zusammen

ullstein bild via Getty Images
Ein Medienbericht hat einen Obdachlosen nach 23 Jahren wieder mit seiner Familie zusammengeführt (Symbolbild)

  • Ein Medienbericht hat einen Obdachlosen nach 23 Jahren wieder mit seiner Familie zusammengeführt

  • Sein Bruder erkannte ihn im Bericht wieder

In Kiel soll ein Zeitungsartikel zwei Brüder nach 23 Jahren wieder zusammengeführt haben.

Das Online-Portal "Kieler Nachrichten" hatte im Januar den Obdachlosen Bernhard porträtiert.

Der 60-Jährige lebe in einem Park und liege im Clinch mit dem System der Gesellschaft. Er erzählte von seinem Leben als Krankenpfleger, bei der Marine und schließlich in der Psychiatrie. Danach zog er die Straße einer geregelten Existenz vor.

Von seiner Familie verriet er in dem Artikel nicht viel. Er sei ein Einzelgänger und "warte im Grunde genommen nur auf den Tod."

"Wir dachten, er sei tot"

Sein Bruder Norbert muss den Artikel gelesen haben. Auf den Fotos von dem langhaarigen und bärtigen Obdachlosen erkannte er wohl seinen Bruder wieder – und kontaktierte ihn.

Lange Zeit habe die Familie geglaubt, Bernhard sei tot, sagte Norbert den "Kieler Nachrichten" nach dem Wiedersehen. "Wir waren so froh, von ihm endlich ein Lebenszeichen zu bekommen." Bernhard soll nun nach dem Wiedersehen in seinem Jugendzimmer im Elternhaus wohnen.

Warum sie sich aus den Augen verloren hätten, konnte Norbert gegenüber dem Blatt nicht erklären.

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Als der 83-jährige Vater der beiden Brüder Bernhard wiedersah, soll er vor Freude geweint haben. Bernhard beschrieb das Wiedersehen dagegen abgeklärt: "Eigentlich völlig normal, als hätten man sich zwei Wochen nicht gesehen."

Die Familie wolle jetzt dafür sorgen, dass der 60-Jährige seine Papiere wiederbekomme, die ihm gestohlen wurden, und dass er endlich in seine eigene Wohnung in der Nähe ziehen könne.

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(ks)