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06/02/2017 07:17 CET | Aktualisiert 06/02/2017 12:03 CET

"Kitchen Impossible": So blamiert sich Tim Mälzer in seiner Heimat Hamburg

Screenshot / Vox
"Kitchen Impossible": So blamiert sich Tim Mälzer in seiner eigenen Heimatstadt

So emotional haben Zuschauer Tim Mälzer bisher selten gesehen: Als der Fernsehkoch in der gestrigen Koch-Serie "Kitchen Impossible“ des Fernsehsenders VOX seine Aufgabe zugewiesen bekam, nahm die Blamage seinen Lauf. Und das ausgerechnet in seiner Heimatstadt Hamburg.

"Ich quäle mich an einer Sache, an der ich keine Freude habe“, kommentierte der Fernsehkoch seine Niederlage.

Der Frust beim Sport ist nur der Anfang

Im renommierten Hamburger-Restaurant "Die gute Botschaft“ wartete eine anspruchsvolle Aufgabe auf den sonst so selbstsicheren Mälzer. Als er die Box öffnet, verschlägt es ihm die Sprache: Vor ihm steht ein Teller der absoluten Spitzenklasse, zubereitet von einem der besten Köche der Welt. Ein Meeresfrüchte-Gericht der Extraklasse.

Die Qualität des Gerichts ist unbestritten. Zum ersten Mal in der Geschichte von "Kitchen Impossible“ hat Mälzer ernsthafte Bedenken über seinen Sieg.

Mehr zum Thema: "Kitchen Impossible": Start der neuen Staffel endet für Tim Mälzer im Krankenhaus

Mälzer: "Ich bin nicht gut genug"

Tim Mälzer nimmt sich der Herausforderung an: Er muss eine exquisite Variation verschiedener Meeresfrüchte zubereiten, unter anderem bestehend aus geflämmter Makrele, Seeigeln, Krabben, Austern.

Garnieren soll er das Gericht mit einer Dillstaub-Cremé, Tosaka-Algen und einer Zitronen-Muschel. Die vergleicht er in gewohnt flapsiger Manier mit "Penis-Eiswürfeln“.

Das Problem: Er kennt die Zutaten nicht. Er muss das Rezept anhand des Tellers vor sich selbst herausfinden.

Doch schon bei der Verkostung geht Mälzer in die Falle und meint "frische Gurken“ zu schmecken. Die sind aber nicht drin. Bei der Zubereitung des Gerichts wird Mälzer dann immer emotionaler.

"Ich bin nicht gut genug“, sagt Mälzer mehrmals vor laufender Kamera.

Mehr Kohle als Köstlichkeit

So tut er zuvor die essbaren Miesmuschelschalen als "einfache Effekthascherei“ ab. Doch Mälzers leichtfertiges Amüsement ist nur von kurzer Dauer.

Denn genau diese "Effekthascherei“ stellt ihn im späteren Verlauf vor ein schier unlösbares Problem. Als er seine Version der Mießmuschelschalen aus dem Ofen holt, ähneln diese eher pechschwarzen Kohlebriketts als einer exquisiten Köstlichkeit.

"Das verstehe ich nicht“, seufzt Mälzer und blickt besorgt in die Kamera.

Und die Gäste schauen zu

Doch die ersten Gäste sind bereits da und die Zeit drängt. Der nächste Fehler unterläuft Mälzer dann bei der Zubereitung der Makrelen-Stückchen, die er eher flambiert als flämmt.

Immer schlimmer wird es für den Fernsehkoch, als er bemerkt, dass ihm nicht nur der renommierte Sternekoch Kevin Fehlig maliziös lächelnd bei der Arbeit zusieht, sondern auch die Gäste.

Diese haben die Möglichkeit, Mälzer durch eine Glaswand direkt über die Schulter schauen zu können. Für Mälzer "äußerst unangenehm“, was auch die unzähligen Schweißperlen auf seiner Stirn verraten.

Die Enttäuschung ist groß - nicht nur bei Mälzer

Den Rest des Gerichts versucht Mälzer mit zittrigen Händen so gut es ihm eben möglich ist zu retten. Das gelingt ihm allerdings bis zum Ende hin nicht. Als er dann allerdings die Dillstaub-Cremé mit entsafteten Gurken anrichtet, ist das Chaos komplett. Mälzers Version hat nur wenig mit dem Originalgericht des "Nordischen Tellers“ gemeinsam.

Als das Gericht endlich serviert sind, ist die Enttäuschung über das Geschmackserlebnis den Gästen merklich anzusehen. Manche essen ihren Teller noch nicht einmal auf.

Am Ende reicht es gerade mal für 3,4 Punkte.

Tim Mälzer zeigt sich daraufhin kleinlauter als sonst und gesteht ein: "Jeden meiner Köche hätte ich nach so einem Tag erstmal zur Brust genommen. Das was ich das abgeliefert habe, entspricht dem Niveau eines Lehrgesellen“, so Mälzer rückblickend auf die vergeigte Challenge.

Einsicht ist eben der erste Weg zur Besserung. Auch für Tim Mälzer.

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(ame)