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06/02/2017 10:02 CET | Aktualisiert 06/02/2017 14:26 CET

Umfrage: SPD liegt erstmals seit Jahren vor der Union

Martin Schulz kann sich freuen: Die SPD liegt nach einer Umfrage vor der CDU/CSU
Hannibal Hanschke / Reuters
Martin Schulz kann sich freuen: Die SPD liegt nach einer Umfrage vor der CDU/CSU

  • SPD liegt laut einer Insa-Umfrage vor der CDU/CSU

  • Im Falle einer erneuten Großen Koalition wäre Schulz demnach der Bundeskanzler

  • Auch Die Linke legt weiter zu - die Grünen verlieren

Es ist ein politisches Erdbeben: Die Sozialdemokraten haben weitere Stimmen gewonnen - und nun wohl die Union überholt. Das hat eine Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung ergeben.

Wären am Sonntag Wahlen, würden demnach 31 Prozent der Deutschen der SPD um Kanzlerkandidat Martin Schulz ihre Stimme geben. Die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) käme nur auf 30 Prozent.

33 Wochen vor der Bundestagswahl hat sich offensichtlich erstmals das Blatt gewendet: Die zwei Regierungsparteien trennt demnach nur noch ein Prozentpunkt.

Denn während die SPD um vier Prozentpunkte gewachsen ist, hat die Union drei Prozentpunkte verloren.

SPD erstmals in einer Insa-Umfrage vor Union

Noch nie lagen die Sozialdemokraten bei einer Insa-Umfrage vor der Union. Allerdings erhebt das Meinungsforschungsinstitut auch erst seit 2012 Umfragen.

Mit Blick auf andere Umfrage-Institutionen führt die SPD erstmals seit Jahren vor CDU/CSU. Beim Allensbach-Institut etwa lag die SPD zuletzt im August 2010 mit 32 Prozent um einen Prozentpunkt vor der Union.

Linke legt weiter zu, Grüne verlieren

Ein weiterer Gewinner ist der "Bild"-Zeitung zufolge Die Linke. Die Partei kommt nach dem Meinungstrend, der vom 3. bis zum 6. Februar erstellt wurde, auf zehn Prozent.

Die Grünen hingegen haben zwei Prozentpunkte verloren und erhalten demnach sieben Prozent der Stimmen. Unverändert bleiben die Ergebnisse der FDP (6 Prozent) und der AfD (12 Prozent).

Große Koalition mit Schulz als Kanzler?

Trotzdem: Die SPD käme gemeinsam mit den Linken und den Grünen nur auf 48 Prozent. Daher würde es bei einem solchen Ergebnis erneut auf eine Große Koalition hinauslaufen.

Doch erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik wäre die Union der Junior-Partner und die SPD würde mit Schulz den Kanzler stellen.

Aber der Wahlkampf beginnt erst. Der Insa-Meinungstrend zeigt aber: Nichts ist unmöglich. Die Bundestagswahl 2017 wird spannend.

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(sk)