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06/02/2017 14:08 CET

Donald Trump bezeichnet alle negativen Umfragen als "Fake News"

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Alle lügen, nur ich nicht: Für Donald Trump ist alle Negativberichterstattung über ihn Fake News

  • Donald Trumps Umfragewerte sind schlecht

  • Kein US-Präsident war so schnell so unbeliebt, wie es Trump bereits ist

  • Er selbst verweigert sich der Realität: Alle für ihn negativen Umfragen seien "Fake News"

Donald Trump ist unbeliebt. So unbeliebt, wie kaum ein US-Präsident vor ihm. Keiner seiner Amtsvorgänger konnte so schnell so viele Bürger gegen sich aufbringen.

Das aktuellste Negativurteil über Trump: 53 Prozent der US-Bürger lehnen das von ihm verhängte Einreiseverbot für Flüchtlinge und Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern ab. Das ergab eine Umfrage des US-Fernsehsenders CNN vom Freitag.

Trump reagierte auf eine Weise, die man bereits vom US-Präsidenten kennt: Er bezeichnete alle für ihn negativen Umfragen als falsch.

"Alle negativen Umfragen sind Fake News"

"Alle negativen Umfragen sind Fake News, so wie die Umfragen von CNN, ABC und NBC während der Wahlen. Sorry, aber die Menschen möchten Grenzsicherung und extreme Einreiseuntersuchungen", meldete sich Trump am Montag auf Twitter zu Wort.

Ein Tweet reichte offenbar nicht aus, um seinem Ärger Luft zu machen. "Ich bestimme selber, meistens gestützt auf eine Ansammlung von Daten, jeder weiß das. Manche FAKE NEWS Medien lügen, um zu marginalisieren!"

53 Prozent der US-Bürger mögen Donald Trump nicht

Trump mag allen Grund haben, sich der Realität verweigern zu wollen. Das Meinungsforschungsinstitut Gallop gibt an, dass ihn derzeit 53 Prozent der US-Amerikaner nicht leiden können. So unbeliebt war noch nie ein Präsident nach nur zwei Wochen im Amt.

Dass sich der Präsident eines der reichsten Länder der Welt die Wahrheit schön lügt, wollen die Meinungsforscher aber nicht auf sich sitzen lassen. "Nein, Präsident Trump, negative Umfragen sind keine 'Fake News'", titelte CNN am Montag.

Professionelle Umfragen seien wissenschaftlicher, nicht politischer Natur. Die Umfragen der TV-Stationen während der Wahlen seien nicht falsch gewesen, sondern hätten oft sehr realitätsnahe Prognosen abgegeben. "Die Umfragen haben korrekt gezeigt, dass Hillary Clinton die Mehrheitswahl knapp gewinnen wird", so CNN.

Helfen wird der Appell an die Glaubhaftigkeit der Wissenschaft wohl nicht. Trump glaubt beispielsweise bis heute nicht an den Mehrheitssieg von Clinton.

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(ll)