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05/02/2017 03:22 CET | Aktualisiert 05/02/2017 08:36 CET

"Weckruf": CDU-Politiker Bosbach hat eine eindringliche Botschaft an die eigene Partei

  • Angesichts der hohen Umfragewerte für die SPD wird die Union nervös

  • CDU-Mann spricht von einem "Weckruf"

  • Streit gibt es über den Wahlkampfkurs der Union

  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr auch im Video oben

Kurz vor dem Frie­dens­gip­fel von CDU und CSU am heu­ti­gen Sonn­tag re­agie­ren kon­ser­va­ti­ve Po­li­ti­ker alar­miert an­ge­sichts des Um­fra­ge­ab­stur­zes der Union. Wolf­gang Bos­bach nann­te die sin­ken­den Zu­stim­mungs­wer­te ge­gen­über "Bild am Sonntag" (BamS) einen "Weck­ruf". Die Union brau­che einen kla­ren po­li­ti­schen Kurs.

"Wir müs­sen auf­pas­sen, dass wir nicht auf der Suche nach einem neuen Wäh­ler zwei Stamm­wäh­ler ver­lie­ren", sagte Bos­bach der Zeitung.

Ärger über Steinmeier-Wahl

Laut einer aktuellen Umfrage der "Bild am Sonntag" rückt die SPD in Umfragen bis auf vier Punkte an die CDU heran. Angesichts dieser Umfrageergebnisse stellt mancher CDU-Politiker jetzt frühere Entscheidungen in Frage. Zum Beispiel die, den ehemaligen SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten zu machen.

Die Union fürch­tet Ju­bel­bil­der von SPD-Kanz­ler­kan­di­dat Mar­tin Schulz, der als Wahl­mann bei der Bun­des­ver­samm­lung pro­mi­nent ver­tre­ten sein wird, mit sei­nem Par­tei­freund Stein­mei­er, berichtet die "BamS".

Ein CDU-Prä­si­di­ums­mit­glied sagte der "BamS": "Bei die­sen So­zi-Fest­spie­len bleibt einem die Wahl von Stein­mei­er zum Bun­des­prä­si­den­ten im Halse ste­cken. Es rächt sich nun bit­ter, dass wir kei­nen ei­ge­nen Kan­di­da­ten haben." Nach BamS-In­for­ma­tio­nen wer­ben sogar ei­ni­ge Mer­kel-Kri­ti­ker aus der Uni­ons­bun­des­tags­frak­ti­on dafür, Stein­mei­er nicht zu wäh­len.

Die Verunsicherung in der Union führt auch zu Unsicherheit, wie die Konservativen am besten Wahlkampf gegen Martin Schulz machen sollen. Die CSU wird für einen klaren Lagerwahlkampf gegen Rot-Rot-Grün. Die CDU will lieber auf eigene Stärken und die Erfolgsbilanz von Kanzlerin Angela Merkel setzen.