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05/02/2017 02:27 CET | Aktualisiert 05/02/2017 08:33 CET

Neuer Umfragerekord für die SPD - Abstand zur Union beträgt nur noch vier Punkte

  • Die SPD legt in den Umfragen weiter zu

  • Wahlforscher sprechen von einem "einmaligen" Vorgang

  • Der Abstand der SPD zur CDU/CSU beträgt nur noch vier Punkte

  • Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr auch im Video oben

Mit ihrem neuen Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz ist der SPD der größ­te Sprung in der Wäh­ler­gunst ge­lun­gen, den das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Emnid je ge­mes­sen hat. Das berichtet die "Bild am Sonntag" (BamS)

Im von der Zeitung in Auftrag gegebenen Sonn­tags­trend legt die SPD im Ver­gleich zur Vor­wo­che um sechs Punk­te zu und er­reicht jetzt 29 Pro­zent. Dies ist der höchs­te Wert seit mehr als vier Jah­ren. Damit ver­rin­gert die SPD den Rück­stand auf die Union bin­nen einer Woche von 14 auf 4 Pro­zent­punk­te.

CDU/CSU ver­lie­ren vier Punk­te und kom­men nun nur noch auf 33 Pro­zent. So nah bei­ein­an­der lagen die bei­den gro­ßen Par­tei­en zu­letzt im Juli 2012.

"Verschiebung ist einmalig"

Em­nid-Mei­nungs­for­scher Tors­ten Schnei­der-Haa­se sagte der "Bild am Sonntag": "Mar­tin Schulz ge­lingt es, vor allem ehe­ma­li­ge SPD-Wäh­ler zu­rück­zu­ge­win­nen und sie emo­tio­nal an­zu­spre­chen. Eine so star­ke Ver­schie­bung der Par­tei­prä­fe­ren­zen bin­nen einer Woche ist ein­ma­lig."

Schon eine Än­de­rung von drei Pro­zent­punk­ten sei äu­ßerst sel­ten.

Tobias Dünow, verantwortlich für die Kommunikation in der SPD-Parteizentrale, twitterte: "Abstand auf Union schmilzt in 1 Woche von 14% auf 4%. Hat es noch nie gegeben. Wetten, dass CDU/CSU heute mit Schmutz werfen?"

Neben der Union sind auch Grüne und Linke Leid­tra­gen­de des Schulz-Booms. Beide Par­tei­en ver­lie­ren je­weils zwei Pro­zent­punk­te und er­rei­chen jetzt 8 Pro­zent. Mit zu­sam­men 45 Pro­zent kommt eine rot-rot-grü­ne Mehr­heit je­doch in Reich­wei­te. Un­ver­än­dert blei­ben die AfD mit 11 Pro­zent und die FDP mit 6 Pro­zent. Die Sons­ti­gen er­rei­chen 5 Pro­zent (Plus 2).

Vor allem bei Frauen kann Schulz punkten

Be­son­ders stark zu­le­gen kann die SPD unter Schulz mit acht Pro­zent­punk­ten bei Frau­en. Den Wäh­le­rin­nen­an­teil stei­ger­te sie von 22 auf 30 Pro­zent. Bei den Män­nern legte sie um drei Punk­te von 24 auf 27 Pro­zent zu. Die Union wie­der­um ver­lor bei den Wäh­le­rin­nen fünf Punk­te und er­reicht nun 36 Pro­zent.

Bei den Män­nern sind es 30 Pro­zent (minus drei). Im Osten tau­schen SPD und Linke die Plät­ze. Woll­ten vor einer Woche noch 17 Pro­zent der Ost­deut­schen die SPD wäh­len und 23 Pro­zent die Linke, sind es nun 24 Pro­zent für die SPD und 17 Pro­zent für die Linke. Die Union fällt im Osten von 32 auf 27 Pro­zent.

Könn­ten die Bun­des­bür­ger den Re­gie­rungs­chef di­rekt wäh­len, liegt Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel in der Em­nid-Um­fra­ge noch knapp vor ihrem Her­aus­for­de­rer. So gaben 41 Pro­zent in der BamS-Um­fra­ge an, in einer Di­rekt­wahl für Mer­kel zu stim­men, 38 Pro­zent für Schulz.

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