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04/02/2017 05:47 CET | Aktualisiert 04/02/2017 05:53 CET

Ins Gefängnis wegen der GEZ: Zweifache Mutter erklärt, warum sie seit Jahren keine Gebühren zahlt

Mandy Bock aus Eisfeld in Thüringen hat zwei kleine Kinder, geht jeden Tag arbeiten und wohnt in einem schmucken Haus.

Doch mit der Idylle könnte es bald vorbei sein: Weil sich die 36-Jährige seit 2013 weigert, ihren Rundfunkbeitrag (früher die GEZ-Gebühren) zu zahlen, droht ihr nun eine Gefängnisstrafe.

Besonders brisant: Die Industriekauffrau hat nicht einmal ein Radio oder ein Fernseher. Auch auf ihrem Handy nutze sie das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen nicht, beteuert sie gegenüber der "Bild"-Zeitung in einem Interview.

"Ich möchte nicht für etwas bezahlen, was ich nicht bestellt habe", macht Bock deutlich - und spricht damit vielen GEZ-Gegnern aus der Seele.

Konkret geht es um eine Forderung von 296,84 Euro.

Muss die alleinerziehende Mutter ins Gefängnis?

Da der Rundfunkbeitrag - 17,50 pro Haushalt im Monat - in Deutschland für Haushalte verpflichtend ist, bekam sie schon Post von einem Gerichtsvollzieher. In seinem Schreiben droht er mit einem Haftbefehl und dem Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt.

Die alleinerziehende Mutter ist entsetzt. Vor allem um ihre Kinder Willy (10) und Frieda (2) macht sie sich große Sorgen: Wo sollen die Kleinen hin, sollte sie tatsächlich ins Gefängnis müssen?

Ihr Fall hat den vergangenen Wochen immer wieder Aufmerksamkeit erregt.

Facebook-Gruppe unterstützt die Frau

Auf Facebook gibt es bereits die Gruppe "Mandy Bock - Gemeinsam gegen die GEZ", die derzeit von knapp 400 Menschen unterstützt wird. Sie macht sich für die Mutter stark:

Das sagen die Verantwortlichen

Ein Sprecher des Rundfunk-Beitragsservice sagte gegenüber der "Bild"-Zeitung, dass eine Inhaftierung derzeit nicht im Raum stehe. Das Geld will der Beitragsservice trotzdem haben.

Mehr zum Thema: Jan Böhmermann rechnet mit ARD und ZDF ab: GEZ-Milliarden für Langweiler verschwendet

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(ben)