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04/02/2017 12:06 CET | Aktualisiert 04/02/2017 13:03 CET

Freispruch für drei Asylbewerber in Vergewaltigungsprozess - 13-Jährige soll die Tat erfunden haben

Freispruch für drei Asylbewerber in Vergewaltigungsprozess - 13-Jährige soll die Tat erfunden haben
laurenbergstrom via Getty Images
Freispruch für drei Asylbewerber in Vergewaltigungsprozess - 13-Jährige soll die Tat erfunden haben

Der Vorwurf wiegt schwer. Im Sommer 2016 sollen zwei Asylbewerber eine 13-Jährige missbraucht und zum Sex gezwungen haben. Doch im Prozess kam heraus: Es war wohl anders.

Im Prozess kam heraus, dass sich das Mädchen aus Bottrop die Geschichte nur ausgedacht hatte, wie die "WAZ" berichtet.

Die Vergewaltigung sei eine Ausrede dafür gewesen, dass sie vier Tage lang von Zuhause wegblieb. Zwei Asylbewerber saßen deshalb einen halbes Jahr zu Unrecht in Untersuchungshaft.

Zwei der drei Angeklagten hatten Sex mit dem Mädchen

Die "WAZ" schreibt, dass es an zwei Tagen im Juli 2016 zu den Taten gekommen sein soll. Insgesamt standen drei Angeklagte vor Gericht. Die 21, 22 und 26 Jahre alten Asylbewerben hatten in Bottrop eine eigene Wohnung zugewiesen bekommen. Dort haben zwei der Männer auch mit dem Mädchen geschlafen.

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Der dritte hatte ebenfalls gefragt, wurde aber von der 13-Jährigen - die sich gegenüber den Asylbewerbern als 18-Jährige ausgab - abgewiesen. Dieser akzeptierte das - doch allein die Frage reichte schon für seine Anklage.

Optisch habe das Mädchen den Eindruck gemacht, deutlich älter als eine 13-Jährige zu sein, schreibt die "WAZ".

Massive Widersprüche

Letztendlich konnte das Landgericht Essen nicht feststellen, was sich wirklich im vergangenen Sommer zugetragen hatte. Laut den drei Asylbewerben sei alles einvernehmlich und ohne Zwang geschehen.

Das Mädchen verwickelte sich außerdem in solch massive Widersprüche, dass sowohl der Verteidiger, die Staatsanwältin als auch der Anwalt der 13-Jährigen einen Freispruch für die drei Angeklagten forderten.

So kam es dann auch.

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