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04/02/2017 15:59 CET | Aktualisiert 04/02/2017 16:09 CET

Der Papst hat eine versteckte Botschaft an Trump - jeder sollte sie kennen

Papst Franziskus hat eine versteckte Botschaft an Trump - jeder sollte sie kennen
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Papst Franziskus hat eine versteckte Botschaft an Trump - jeder sollte sie kennen

  • Donald Trumps Einreisestopp ist zwar vorerst gekippt worden, doch der US-Präsident wird weiter versuchen bestimmte Gruppen auszuschließen

  • Aus diesem Grund hat Papst Franziskus eine Botschaft an Trump - die er subtil an ihn richtet

Bis jetzt hat Papst Franziskus sich noch nicht direkt zu Donald Trumps Einreisestopp für Flüchtlinge und Migranten geäußert. Offensichtlich liegen dem Pontifex aber die Vielzahl der Menschen am Herzen, die Trump dieser Tage an den Rand der Gesellschaft schiebt.

Gut eine Woche nachdem der US-Präsident besagtes Dekret unterzeichnete, appellierte Franziskus nun an alle Gläubigen, für die "Armen, Flüchtlingen und Marginalisierte" zu beten, die "einen warmen Empfang und Geborgenheit in unseren Gesellschaften" finden werden.

Kurioserweise erwähnte der Papst ebenso "Wolkenkratzer" und "Immobilien-Deals" in seiner Ansprache - zwei Dinge die Trump äußerst vertraut vorkommen dürften.

Seitenhieb auf Trump

"Wir leben in Städten, in denen Wolkenkratzer und Shopping-Center sprießen und große Immobilien-Deals abgewickelt werden. Aber sie geben einen Teil von sich selbst für unbedeutende Siedlungen an der Peripherie auf", sagt Franziskus in einem Video, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

"Das Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass große Bevölkerungsteile ausgeschlossen und an den Rand gedrängt wurden: Ohne Job, ohne Alternativen, ohne Auswege. Gebt sie nicht auf!"

Das Youtube-Video beinhaltet auch die Absichten Franziskus' für Februar. Denn jeden Monat versucht der Papst Katholiken zum Mitmachen in seinem weltweiten Gebetsnetzwerk zu bewegen. Dabei steht jeweils ein besonderes Thema im Mittelpunkt. Im Feburar heißt es: "Die Bedürftigen willkommen heißen".

Der Papst hat bereits oft über die Notlage von Migranten und Flüchtlingen gesprochen. Er betonte auch, dass es eine christliche Pflicht ist, diese mit offenen Armen zu empfangen.

Papst erinnert Trump an dessen Pflichten

Am Mittwoch sagte der Stellvertretende Staatssekretär des Vatikan, Erzbischof Angelo Becciu einem italienischen katholischen TV-Sender, dass der der Heilige Vater wegen Trumps Dekret beunruhigt sei.

"Papst Franziskus besteht nach wie vor auf die Fähigkeit, alle ankommenden in unsere Gesellschaften und Kulturen zu integrieren", so ein hoher Vatikan-Vertreter.

Nach Trumps Vereidigung hatte auch der Papst dem neuen US-Präsidenten mit einem Telegramm gratuliert. Darin erinnerte Franziskus Trump zugleich an seine Verantwortung, sich um die Armen und an den Rand Gedrängten zu kümmern.

Mögen die Gebete erhört werden.

Dieser Beitrag ist zuerst auf Huffington Post USA erschienen und wurde von Marco Fieber übersetzt.