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03/02/2017 16:30 CET

So geht es Sigmar Gabriel nach seinem Rücktritt als SPD-Chef

So geht es Sigmar Gabriel nach seinem Rücktritt als SPD-Chef
Fabrizio Bensch / Reuters
So geht es Sigmar Gabriel nach seinem Rücktritt als SPD-Chef

Seit dem 27. Januar ist Sigmar Gabriel der neue Außenminister. Wenige Tage zuvor hatte der SPD-Politiker seinen Rücktritt vom Parteivorsitz erklärt - und damit den Weg für Martin Schulz freigemacht.

Öffentlich hat der 57-Jährige diesen Schritt aus zwei Gründen getätigt: Erstens habe Schulz die besseren Chancen bei der Bundestagswahl - was auch die neuesten Umfragen bestätigen. Zweitens wolle er mehr Zeit für seine Familie haben.

So brachte Gabriel seine Familie mit zur Amtseinführung - und zeigte erstmals seine vierjährige Tochter öffentlich. Laut dem "Spiegel" hatte sich Gabriel dazu entschlossen, "weil Ehefrau Anke fürchtete, der Abschied könne ihrem Mann, der ja sensibler ist als viele glauben, doch etwas zusetzen."

Denn, so das Nachrichtenmagazin weiter, "ganz so locker, wie Gabriel vorgibt, steckt er den Verzicht auf den Parteivorsitz und die Chance, seine Karriere mit einer eigenen Kanzlerkandidatur zu vollenden, dann aber doch nicht weg."

Zu wenig Anerkennung würde der Minister bekommen, die Erfolge, wie den Mindestlohn, heruntergespielt, Niederlagen überhöht. So könne sich niemand in der Partei vorstellen, dass dass Gabriel seinen Abschiedsschmerz schnell verkraften und seine neue Rolle annehmen wird.

In jedem Fall will sich Gabriel weitestgehend aus dem Bundeswahlkampf heraushalten, dass sagte er auch seinen Mitarbeitern im Außenministerium.

Doch mit jedem Erfolg seines designierten Nachfolgers Schulz, wird Gabriel akzeptieren müssen, dass er nicht mehr den Kurs der SPD bestimmen kann.

Immerhin: Genau diesen Schritt getan zu haben, rechnet ihm Schulz hoch an. Das sollte helfen.