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03/02/2017 06:03 CET | Aktualisiert 12/04/2017 04:00 CEST

Armutsrisiko steigt - dabei gibt es krasse Unterschiede zwischen den Bundesländern

Mann geht an einem Obdachlosen in Berlin vorbei
Sean Gallup via Getty Images
Mann geht an einem Obdachlosen in Berlin vorbei

  • Das Armutsrisiko in Deutschland steigt

  • Laut einer Analyse der Linken-Fraktion im Bundestag sind im bundesweiten Schnitt 15,7 Prozent der Deutschen von Armut bedroht

Die Armutsgefahr in Deutschland hat nach einer Analyse der Linken-Bundestagsfraktion seit 2005 zugenommen, berichtet die "Passauer Neue Presse".

Im bundesweiten Schnitt sind demnach 15,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland armutsgefährdet. Vor zehn Jahren waren es 14,7 Prozent.

Die Zahlen stammen aus einer Sonderauswertung von Daten der Statistikämter von Bund und Ländern, welche die Linksfraktion im Deutschen Bundestag vorgenommen hat. Die Analyse liegt der „Passauer Neuen Presse“ vor.

Ländertrends zeigen unterschiedliche Entwicklungen

Hinter dem bundesweiten Durchschnittswert verbergen sich zum Teil gegenläufige Trends in den einzelnen Bundesländern.

So ist Bremen Deutschlands „Armutshauptstadt“. Dort seien 2015 24,8 Prozent von Armut bedroht gewesen. Es folgen Berlin mit 22,4 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit 21,7 Prozent sowie Sachsen-Anhalt mit 20,1 Prozent.

Auch NRW liege mit 17,5 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Die geringste Armutsgefahr herrsche in Bayern und Baden-Württemberg. Das Risiko betrage dort 11,6 bzw. 11,8 Prozent.

Auch zur Bildungsgerechtigkeit hat die Linke recherchiert, wie ein Tweet der Linken-Vorsitzenden Katja Kipping zeigt:

Mehr zum Thema: Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht und Nahles tut nichts dagegen

(ben)