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03/02/2017 15:16 CET | Aktualisiert 03/02/2017 17:14 CET

Trump enthauptet die Freiheitsstatue - das neue "Spiegel"-Titelbild sorgt für hitzige Diskussionen

Der Spiegel

Das Titelbild der neuen Ausgabe des "Spiegels" ist nicht für zarte Gemüter. Denn das Nachrichtenmagazin lässt darauf einen brutalen Donald Trump die Freiheitsstatue enthaupten. Blut tropft aus deren Kopf - in der Online-Version sogar animiert.

Die kurze und prägnante Zeile: "America first".

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Dem "Spiegel" dürfte durchaus bewusst gewesen sein, dass die Reaktionen heftig werden würden. "Das mit Abstand abstoßendste und geschmackloseste 'Spiegel'-Cover aller Zeiten", schimpft "Bild.de"-Chefredakteur Julian Reichelt.

Die "Bild" kritisierte insbesondere die Darstellung Trumps, die an IS-Schlächter erinnern würde. Ähnlich sieht das auch der FDP-Politiker und stellvertretende EU-Parlamentspäsident Alexander Graf Lambsdorff. "Der Titel spielt in ekliger Weise mit dem Leben von Terroropfern. Er sagt mehr über die ‚Spiegel‘-Redaktion aus als über Trump", sagte er der "Bild".

Auch die Journalistin und Publizistin Birgit Kelle kritisiert das Titelbild: "Wie ein alterndes Playmate, verzweifelt auf der Suche nach Aufmerksamkeit."

Doch insbesondere aus den USA selbst kommen etliche positive Reaktionen. So schreibt eine Nutzerin: "Wow! Der Spiegel hat's kapiert."

Ein anderer Twitterer kommentiert recht drastisch: "Falls du es nicht geschafft hast, dich über die Flut an Sch**** aus dem Weißen Haus auf dem Stand zu halten, Der Spiegel fasst es für dich zusammen."

Diplomatischer drückt sich Andre Haermeyer aus: "Ich stimme nicht immer mit dem Spiegel überein, aber das Titelbilder in dieser Woche trifft den Punkt."

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