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02/02/2017 14:46 CET

Widerstandsbewegung im Weißen Haus? Dieser Twitter-Account will Insider-Informationen leaken

Dieser Twitter-Account will Insider-Informationen leaken
Kevin Lamarque / Reuters
Dieser Twitter-Account will Insider-Informationen leaken

  • Der Twitter-Account "Rogue POTUS Staff" teilt regelmäßig angebliche Insider-Informationen aus dem Weißen Haus

  • Der Account sagte so zum Beispiel die Nominierung des Verfassungsrichter Neil Gorsuch vorraus

  • Die Authentizität des Accounts lässt sich allerdings schwer feststellen

Ein Twitter-Account, der laut eigenen Angaben von Insidern aus dem Weißen Haus geführt wird, hat innerhalb kürzester Zeit über eine halbe Million Follower angezogen.

Der Account unter dem Namen "Rogue POTUS Staff" ging erst 26. Januar online. Die Macher bezeichnen sich selbst als "inoffizielles Widerstandsteam im Weißen Haus".

In der Account-Beschreibung kündigen sie an: "Wir werden jeden blockieren, der uns nach unserer Identität fragt (inklusive der Presse) oder Gewalt suggeriert".

"Wissen die nicht, dass ich der verdammte Präsident bin?"

Seit der Gründung postet der Account fast täglich mehrere angebliche Insider-Informationen aus dem Weißen Haus.

Die angeblichen Enthüllungen reichen von vermeintlichen Kommentaren des amtierenden Präsidenten Donald Trump, die das Team mitgehört haben will, bis hin zu angeblichen Informationen zu Entscheidungen der Regierung.

So postete der Account einen Tag nach der Gründung:

"Das haben wir durch eine geschlossene Tür gehört: 'Wissen die nicht, dass ich der verdammte Präsident bin?' POTUS (kurz für: "President of the United States", Anm. d. Redaktion) ist genervt vom Widerstand aus der Bevölkerung".

Wie authentisch der Account ist, ist anhand solcher "Enthüllungen" kaum nachvollziehbar, geschweige denn überprüfbar.

Überraschend akkurate Voraussagen

Andere Tweets wurden jedoch auch konkreter – und waren überraschend akkurat. So sagte der Account die Nominierung des Richters Neil Gorsuch als Verfassungsrichter bereits Stunden vor der offiziellen Verkündung voraus.

Dies kann zwar keineswegs als Beweis für die Authentizität des Accounts gesehen werden – immerhin galt Gorsuch schon länger als Trumps erste Wahl - allerdings dürfte der Account aufgrund seiner hohen Followerzahl Trump und sein Team trotzdem nervös machen.

Das legt auch der Account selbst nahe. Immer wieder tweeten die angeblichen Insider, man versuche, ihre Identität aufzudecken.

"Man versucht uns zu identifizieren"

"Der Versuch uns zu identifizieren ist weiterhin nicht erfolgreich. Trotzdem werden wir unsere Taktik ändern müssen", tweetete der Account Anfang Februar.

"Das bedeutet, dass wir eventuell nicht mehr so regelmäßig posten können, wie bisher, aufgrund der Kosten von Wegwerf-Geräten und anderen Einschränkungen".

Gleichzeitig machte der Account klar: "Wir werden nicht verschwinden. Wir werden weiterhin Widerstand zu leisten."

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(mf)