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02/02/2017 12:35 CET | Aktualisiert 03/02/2017 06:17 CET

Bei 32.000 Euro: So reagiert RTL auf eine falsche Frage bei "Wer wird Millionär"

"Wer wird Millionär": Die Entscheidungsfrage ist nicht korrekt
Scrennshot/RTL
"Wer wird Millionär": Die Entscheidungsfrage ist nicht korrekt

Der adlige "Wer wird Millionär"-Kandidat Max Graf von Arnim hat am Montag mit seinem Schwarzfahr-Geständnis bei dem Moderator Günther Jauch für Kopfschütteln gesorgt.

Bei der Frage für die 32.000 Euro war dann Schluss für den Studenten - dabei ist die Frage falsch gestellt worden. Das hat jetzt der Münchner Radiosender m94.5 aufdeckt.

Die entscheidende Frage am vergangenen Montag: "Wer ist Namensgeber einer der drei größten deutschen Universitäten?" Der 24 Jahre alte Student konnte nun wählen zwischen A.) "Friedrich Wilhelm", B.) "Ludwig Maximilian", C.) "Ernst August" und D.) "Peter Alexander".

Der Kandidat glaubte dem Publikumsjoker und entschied sich für A). Laut RTL wäre die richtige Antwort jedoch B.) gewesen.

Deshalb ist die Antwort "Ludwig Maximilian" nicht korrekt

Der Münchner Ausbildungssender widerspricht dem - wegen eines Details. Denn die Ludwig-Maximilian-Universität in der bayerischen Landeshauptstadt hat ihren Namen nicht von einem "Ludwig Maximilian".

Viel mehr wollte man im Jahr 1802 den Universitätsgründer Ludwig IX. und den regierenden Maximilian IV. Joseph ehren, wie die Universität auf ihrer Internetseite auch schreibt.

Die korrekte Frage bei "WWM" hätte also lauten müssen, "Wer sind die Namensgeber einer der drei größten deutschen Universitäten?" Und zwar: "Ludwig und Maximilian".

Der adlige Kandidat bekommt eine zweite Chance

Der Sender hat sich zu den Vorwürfen auf Facebook auch schon geäußert und gesteht den Fehler ein:

"Es ist richtig, die Frage wurde nicht klar genug formuliert", heißt es dort. "Gleichzeitig waren – wie auch in der Sendung zu sehen – für die Antwort-Entscheidung des Kandidaten nie die Identitäten der historischen Namensgeber relevant, sondern richtigerweise immer die Frage, welche Universitäten bekannt sind und wie groß die Anzahl der dort Studierenden ist."

Und auch wenn der Graf vor diesem Hintergrund letztlich die falsche Antwort wählte, möchte RTL dem Kandidaten noch einmal eine zweite Chance geben. Er kann "sich (wieder) in einer zukünftigen Sendung in einer Auswahlrunde qualifizieren und erneut antreten".

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(ben)