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01/02/2017 14:13 CET

So will Ikea Jobs für syrische Flüchtlinge schaffen

Ikea will Jobs für syrische Flüchtlinge schaffen
Iain Masterton via Getty Images
Ikea will Jobs für syrische Flüchtlinge schaffen

  • Ikea will sich noch mehr in der Flüchtlingskrise einbringen

  • In Jordanien sollen syrische Flüchtlinge Produkte für die Möbelkette herstellen

Ikea plant eine neue Teppich- und Textilserie, die von syrischen Flüchtlingen gefertigt werden soll. Das berichtet der US-TV-Sender CNN.

Der schwedische Möbelriese will die Produkte ab 2019 verkaufen. Mit der Initiative sollen etwa 200 Jobs für syrische Flüchtlinge in Jordanien geschaffen werden. Aktuell leben dort laut Vereinten Nationen (UN) über 650.000 syrische Flüchtlinge, die meisten sind Frauen.

"Die Situation in Syrien ist eine wahnsinnige Tragödie unserer Zeit. Jordanien hat große Verantwortung auf sich genommen, als es syrische Flüchtlinge aufnahm", sagt Jesper Brodin, einer der Ikea-Geschäftsführer. Deshalb habe man sich entschieden zu schauen, wie sich Ikea dort beteiligen kann.

Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen

Aktuell beginne das Unternehmen mit lokalen Frauen-Organisationen zusammenzuarbeiten. So soll das Projekt Stück für Stück aufgebaut werden.

Nur etwa 37.000 Syrier in Jordanien haben laut UN eine Arbeitserlaubnis, allerdings arbeiten weit mehr ohne Papiere. Insbesondere Frauen sind aber von hoher Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Möbelhersteller will auch deshalb mit lokalen Organisationen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Arbeitszeiten flexibel mit dem Bedarf der Frauen abgestimmt werden. Diese müssen sich häufig um Kinder und Familienmitglieder kümmern.

Die Waren werden nicht in Deutschland erhältlich sein

Die gefertigten Waren sollen letztendlich nur in der Region und in den Ländern des Nahes Ostens verkauft werden, die ein Freihandelsabkommen mit Jordanien abgeschlossen haben. In jedem Fall werden die Produkte Teil einer limitierten Edition sein.

Es ist nicht der erste Vorstoß von Ikea in der Flüchtlingskrise. So entwickelten die Schweden zusammen mit der UN ein schnell aufbaubares Zelt. Des Weiteren hat Ikea 30,8 Millionen Euro für Projekte mit Beleuchtung und alternative Energien in Flüchtlingscamps im Mittleren Osten, Afrika und Asien gespendet.

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Better Shelter": So will Ikea die Flüchtlingsströme bewältigen

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