NACHRICHTEN
01/02/2017 05:39 CET

Tragödie von Arnstein: Darum betrat der Feuerwehr-Chef die Gartenlaube alleine

DANIEL KARMANN via Getty Images
Tragödie von Arnstein bei Würzburg.

  • Am Sonntag hat ein Mann in Unterfranken sechs tote Jugendliche gefunden

  • Die Tragödie ereignete sich in Arnstein bei Würzburg

  • Jetzt erklärt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, warum er die Hütte alleine betrat

Am Sonntag hat ein Familienvater im unterfränkischen Arnstein eine schreckliche Entdeckung gemacht. In seiner Gartenlaube fand er sechs tote Teenager - darunter seinen Sohn und seine Tochter.

Jürgen I., Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Arnstein, traf als erstes am Ort des Geschehens ein. Er war auch der erste, der die Gartenlaube betrat. Sogar seinen Kollegen verbat er, die Hütte zu betreten.

In einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" schildert er die Beweggründe hinter seiner Entscheidung.

Jürgen I. hat schon viele schlimme Dinge gesehen

Seit 1970 engagiert sich Jürgen I. bei der Freiwilligen Feuerwehr, seit 2009 ist er der Chef. Er hat schon viele schreckliche Dinge gesehen - aber die Erlebnisse von Sonntag haben sich in sein Gedächtnis gebrannt.

"So etwas Schlimmes habe ich aber noch nie erlebt...", sagt I. der "Augsburger Allgemeine".

Der Kommandant ging alleine in die Hütte

Der Mann entschied sich dazu, alleine in die Gartenlaube zu gehen - ohne seine Kollegen. Aus einem ehrenwerten Grund: "Man weiß nie, wie Menschen so etwas verkraften. Das sind Bilder, die einen einholen", begründet der Kommandant seine Entscheidung.

Obduktion ergab die Todesursache der Teenager

Die sechs Jugendlichen feierten die Nacht auf Sonntag in der Hütte. Als der Vater zweier Geschwister seine Kinder nicht erreichen konnte, wollte er nach dem Rechten sehen. Er fand seine beiden Kinder und vier weitere Jugendliche tot auf. Eine Obduktion ergab, dass sie alle an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung starben.

Mehr zum Thema: 18-Jährige starb in einer Gartenlaube - ihr FB-Profilbild enthält eine verstörende Nachricht

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

(lp)