POLITIK
31/01/2017 07:03 CET | Aktualisiert 31/01/2017 07:15 CET

"Antideutsche Wirtschaftspolitik": Union attackiert Martin Schulz

"Antideutsche Wirtschaftspolitik": Union attackiert Martin Schulz
Eric Vidal / Reuters
"Antideutsche Wirtschaftspolitik": Union attackiert Martin Schulz

  • Die Union kritisiert den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz

  • Dieser sei ein "weißes Blatt", vertrete eine "antideutsche Wirtschaftspolitik"

Die CSU wirft dem SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz eine "antideutsche Wirtschaftspolitik" vor. Das sagte der Vorsitzende der Mittelstandsunion, Hans Michelbach, in einer CSU-Vorstandssitzung am Samstag.

"Indem sich der SPD-Kanzlerkandidat Schulz für Eurobonds und damit für die Vergemeinschaftung der Schulden in Europa ausspricht, betreibt er eine antideutsche Wirtschaftspolitik und gefährdet somit die Stabilität Deutschlands", erklärte der CSU-Politiker.

Michelbach ist überzeugt: Eurobondes bedeuten, "dass die deutschen Sparer für eine unsolide Haushaltspolitik anderer Länder" hafte. Das sei nicht akzeptabel.

Auch der CDU-Generalsekretär Peter Tauber schießt sich bereits auf Schulz ein. Der Wähler müsse sich nach der Nominierung des ehemaligen EU-Parlamentschefs zwischen "einer bürgerlichen Regierung und einer rot-rot-grünen Koalition" entscheiden. Schulz sei "ein weißes Blatt", seine Positionen nur in der Europapolitik bekannt.

Die scharfen Angriffe sind sicherlich auch auf die steigenden Umfragewerte der SPD zurückzuführen. Die Sozialdemokraten liegen laut der neusten Insa-Umfrage der "Bild"-Zeitung bei 26 Prozent.

Sechs von zehn SPD-Anhänger glauben, dass Schulz ein besseres Ergebnis einfahren wird, als Peer Steinbrück vor vier Jahren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Huffington Post hervor. Steinbrück holte 2013 25,7 Prozent.