31/01/2017 04:24 CET | Aktualisiert 11/12/2017 10:00 CET

Diese Öko-Häuser sind so cool, dass jeder drin wohnen will

David Jones/PA Archive

Heutzutage braucht ein Haus zum Angeben keinen Carrera-Marmor in der Küche oder goldene Wasserhähne im Bad. Wirklich besonders wird ein Domizil durch die kluge Verwendung von wiederverwendbaren Materialien – und seine Energiebilanz.

Kurz gesagt: je grüner, desto besser.

Tatsächlich gibt es nichts angesagteres als nachhaltig gebaute Häuser – besonders, wenn die Bauwerke gleichzeitig wie Kunstwerke aussehen.

Lange Zeit allerdings war grüne Architektur nicht gerade für ihren ästhetischen Anspruch bekannt. Sie waren klobige, unmoderne Glasbauten oder eckige Modular-Konstruktionen. Doch das ist vorbei: Häuser, die nach ökologischem Standard gebaut sind, können heutzutage genauso ein Eye-Catcher sein wie eine Zuckerbäckerfassade oder ein Haus aus der viktorianischen Zeit.

Diese Öko-Häuser inspirieren sicher auch euch – vor allem, wenn ihr erfahrt, welche großartigen Eigenschaften hinter der Fassade stecken!

1. Taliesin West, Architekt: Frank Lloyd Wright

öko haus

Dieses 1937 in Scottsdale (US-Staat Arizona) gebaute Haus wurde von einem der Pioniere des nachhaltigen Designs entworfen – Frank Lloyd Wright. Seine innovativen Ideen vereinen das Zusammenspiel der natürlichen Landschaft und einem Haus im Grünen.

Taliesin West war Wrights Winterhaus und erwächst aus der Wüstenlandschaft – dafür benutzte der Architekt Materialien wie Wüstenstein und Holz des Redwood-Baums, der in der Umgebung wuchs. Das organische Design, das mit Elementen wie Sonnenlicht und Wasser spielt, ist ein Vorläufer der heutigen nachhaltigen Architektur.

2. Pickering Home, Architekt Scott Vanular, Construct & Conserve Building

kitchen

Als das Haus des Kanadiers Jason Uher im Jahr 2013 niederbrannte, versuchte er, sein Schicksal in etwas Positives zu verwandeln. Dazu baute er das Haus seiner Familie auf ökologische Weise wieder auf: mit Wänden aus Stroh, Böden aus Bambus, ökologischer Isolierung, einem hocheffizienten Holzofen – alles zusammen ausgeführt als passives Solarhaus.

Auch an das Äußere dachte Uher: Er gestaltete sein Haus in Schwarz, Erd- und Cremefarbe, um die Fassade zeitlos und frisch zu machen. Von einer umlaufenden Terrasse aus lässt sich die Landschaft betrachten, zu der ein Fluss und drei Hektar Waldreservat gehören.

Die Renovierung hat sich gelohnt: Die Energierechnungen der Familie sanken um 75 Prozent.

3. Eco Hab, Architekt Aidan Quinn

eco hab

Wer möchte nicht einmal so tun, als sei er ein Hobbit (der in seinem ureigenen CO2-neutralen Haus in Eierform lebt)? Das ist möglich – für gerade einmal gut 50.000 Euro. Im Eco Hab (auch bekannt als Eco Pod) ist eine Solarheizanlage verbaut, zudem Windturbinen, Photovoltaik-Zellen, Regenwasser-Wiederverwendung und eine energiesparende Isolierung. Natürlich bietet es auch Raum um zu essen, zu schlafen, zu arbeiten und zu entspannen.

4. Crossway Passivhaus, Architekt Richard Hawkes

crossway passivhaus

Dieses Haus wurde von mittelalterlicher Architektur inspiriert – ist aber höchst modern dank einer besonderen Ziegelbauweise mit Solarzellen. Bedeckt ist es mit 80 Tonnen Erde und Kies, auf dem Pflanzen und Blumen wachsen. Der Boden besteht aus zerbrochenen Glasflaschen. Die Türen sind vakuum-isoliert, die Wände mit recycelten Zeitungen gefüllt und die Fenster dreifachverglast, um eine bestmögliche Isolierung zu erreichen – und damit die höchstmögliche Energieeffizienz.

Tatsächlich gibt es fast nichts, was dieses Haus nicht schafft: Es sammelt sogar Regenwasser, um die Waschmaschine anzutreiben. Her mit den Schmutzklamotten!

5. Wohnwagon

wohnwagon

Dieses winzige Haus auf Rädern wurde in Wien gestaltet. Es besteht aus Recycling-Materialien. Die Wände sind mit Schafswolle isoliert, die Fenster dreifachverglast. Auf dem Dach stehen Solarzellen und selbstverständlich wird auch hier Regenwasser wiederverwendet. Das Innere des Wohnwagons ist minimalistisch mit leichten Holzwänden, dunklem Boden und einladender Möblierung. Das Ergebnis ist eine echte Einladung zum Leben abseits der Stadt.

6. Haus von J.D. Doliner, Arlington (Virginia)

jd doliner

J.D. Doliner gestaltete ihren Bungalow aus den 1920-er Jahren im Jahr 2006 neu – auf „grüne“ Art. Dafür nutze sie recycelte Materialien und setzte auf Solarkraft, um Strom zu erzeugen und Wasser zu erwärmen. Das Dach sieht aus wie aus Schiefer, besteht aber aus wiederverwendeten Reifen, während der Boden aus dem Bauholz einer alten Tabakfabrik in Tennessee besteht. Die Isolation der Wände besteht zur Hälfte aus Soja. Die Ausstattung passt zum grünen Grundgedanken – etwa mit dem Fenster in Form eines Friedenszeichens.

7. Prairie Chapel Ranch, Architekt David Heymann

prairie chapel ranch

Das Urlaubsdomizil des früheren US-Präsidenten George W. Bush nahe Crawford in Texas gilt als einer der grünsten Wohnsitze die es gibt. Das einstöckige Passivhaus ist so ausgerichtet, dass es möglichst viel Sonnenlicht aufnimmt. Zugleich verteilen Geothermiepumpen Wasser im Haus, wobei sie nur ein Viertel der Energie nutzen, die für ein normales Wärmesystem anfallen. Eine unterirdische Zisterne mit fast 95.000 Litern Fassungsvermögen sammelt Regenwasser. Um das Gelände zu bewässern, wird Abwasser benutzt.

Gebaut ist das Haus aus wiederverwendetem Material von der Müllkippe. Dabei lässt sich von jedem Raum aus ein Teil der Landschaft bewundern: Schaut man etwa vom Waschbecken im Gästebad nach oben, sieht man eine Reihe Eichen statt des eigenen Spiegelbilds.

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.