POLITIK
30/01/2017 08:16 CET | Aktualisiert 30/01/2017 08:20 CET

Der erste Film den Trump mit seinem Team im Weißen Haus geschaut hat, ist ausgerechnet dieser

Die Filmauswahl zu Donald Trumps erster Filmvorführung im Weißen Haus wirkt leicht ironisch.
Carlos Barria / Reuters
Die Filmauswahl zu Donald Trumps erster Filmvorführung im Weißen Haus wirkt leicht ironisch.

Donald Trumps Einreiseverbot für Flüchtlinge und Bürger aus sieben überwiegend muslimischen Staaten hat weltweit für scharfe Kritik gesorgt.

An US-Flughäfen wurden in den letzten Tagen zahlreiche Muslime abgewiesen oder festgenommen. US-Bürger im ganzen Land zeigen sich empört und demonstrieren gegen das fragwürdige Dekret.

Mehr zum Thema: "Das ist nicht das Amerika, das ich kenne": Wie Einwanderer schon jetzt unter Trumps Einreiseverbot leiden

Während der Unruhen um ihn herum scheint Trump selbst im weißen Haus entspannteren Tätigkeiten nachzugehen.

So berichten verschiedene Medien, dass er gestern als erste Filmvorführung für Mitarbeiter, Kinder und Angehörige des Weißen Hauses, den Animationsfilm “Findet Dorie” zeigte.

Das Ironische: Die Geschichte des Fisches Dorie handelt von der Zusammenführung einer Familie, die über zwei Kontinente voneinander getrennt lebt - genau das, was Trump durch sein Einreiseverbot vielen Familien verwehrt.

Zahlreiche Twitter-Nutzer zeigten sich daraufhin empört und machten sich über die Filmauswahl lustig. Auch Schauspieler Albert Brooks, der am Film als Sprecher mitwirkte, ließ das die Vorführung nicht unkommentiert.

Doch die Ironie der Filmauswahl geht noch weiter. Zusätzlich greift der Film auch noch ein weiteres Thema auf, das wenig zu Trumps Vorstellungen passt: Umweltschutz.

Trump verbrachte nur eine Minute vor der Leinwand

Im Film schwimmt Dorie durch das stark zerstörte Great Barrier Reef, um zu ihrer Fisch-Familie zurückzukehren, die in einem kalifornischen Aquarium lebt, das sich um Meereslebewesen kümmert, die von Umweltverschmutzung und Klimawandel bedroht sind.

Nich gerade passend für einen Präsidenten, der den Klimawandel abstreitet und die globale Erwärmung für absurd hält.

Als Antwort auf die vielen spöttischen Posts meldete sich dann schließlich der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer zu Wort. Trump habe nur 60 Sekunden bei der Filmvorführung verbracht, in denen er die Anwesenden willkommen hieß und sich bei ihnen bedankte. Anschließend habe er direkt weiter gearbeitet.

Die Hoffnung, Trump habe durch den Film vielleicht eine Lektion gelernt, müssen wir also begraben.

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