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30/01/2017 17:15 CET

Die rätselhaften Todesfälle in einer Gartenlaube in Arnstein - die 6 wichtigsten Fragen

Am Sonntag entdeckte ein Mann in Arnstein sechs tote Menschen in seinem Gartenhäuschen
dpa
Am Sonntag entdeckte ein Mann in Arnstein sechs tote Menschen in seinem Gartenhäuschen

  • Am Sonntag entdeckte ein Mann in Arnstein sechs tote Menschen in seinem Gartenhäuschen

  • Die Todesursache ist noch immer unklar - das sind die sechs wichtigsten Fragen

Am Sonntagvormittag hat ein besorgter Vater einen entsetzlichen Fund gemacht: In seinem Gartenhäuschen in dem kleinen Ort Arnstein in Unterfranken fand er die Leichen von sechs jungen Menschen. Darunter sind auch sein Sohn und seine Tochter.

Vieles ist noch ungeklärt in diesem rätselhaften Fall. Das sind die sechs wichtigsten Fragen:

1. Was wissen wir?

Die sechs jungen Menschen im Alter von 18 und 19 Jahren haben in dem Gartenhäuschen eine Party gefeiert. Weil der Vater nach der Feier am Samstagabend bis in die frühen Morgenstunden keinen Kontakt zu seinen Kindern hatte, wollte er am Samstag nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Nach dem furchtbaren Fund alarmierte er die Rettungskräfte. Die konnte aber nur noch den Tod der sechs Teenager feststellen.

Drei der jungen Menschen - darunter auch das Geschwisterpaar - stammten nach Angaben des zweiten Bürgermeisters Franz-Josef Sauer (CSU) direkt aus Arnstein, zwei junge Männer aus Eußenheim und das sechste Opfer aus Wasserlosen bei Schweinfurt.

Das sind die Fakten des Falles.

2. Sind die sechs Menschen einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

Hinweise, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten könnten, gab es den Ermittlern zufolge zunächst nicht. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung würden die Toten keine äußerlich sichtbaren Verletzungen aufweisen.

Die Ermittlungen laufen immer noch.

3. Sind sie erstickt?

Nach dem Fund wurde spekuliert, ob die sechs Menschen in der Hütte erstickt waren. Nach Angaben des Feuerwehr-Kommandanten Jürgen Illek gegenüber der "Mainpost" hieß es in der Erstmeldung: "Verdacht auf Gasaustritt."

In der Hütte befand sich nach Polizeiangaben ein Holzofen, der während der Feier in Betrieb war. Sollte er sich verstopft haben, hätten die Rauchgase in den Raum gelangen - und so den Erstickungstod der sechs jungen Menschen herbeiführen können.

Das ist aber nach wie vor lediglich eine Vermutung. "An irgendwelchen Spekulationen wollen wir uns nicht beteiligen", sagte ein Polizeisprecher.

Mehr zum Thema: Tragödie von Arnstein: Anwohnerin gibt weitere Details über die toten Jugendlichen bekannt

4. Waren Drogen im Spiel?

Laut Informationen der "Bild"-Zeitung soll die Polizei in der Hütte Drogen gefunden haben. Das Blatt berichtet weiter, die Teenager hätten sich öfters über Facebook zum Kiffen verabredet. Bestätigt ist beides noch nicht.

Eine Obduktion der Leichen war am Montag angeordnet worden. Dabei sollen auch Blutuntersuchungen "auf etwaige körperfremde Stoffe" durchgeführt werden, wie die Würzburger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei mitteilten.

5. Was hat es mit dem rätselhaften Facebook-Eintrag einer Toten auf sich?

Die "Bild"-Zeitung stieß bei einer der Toten auf ein rätselhaften Facebook-Profilbild. Es enthält den Spruch: "Ich würde mir wünschen, an meinem Grab stehen zu können, nur um die Trauernden zu fragen, wo sie waren, als ich noch lebte." Das Bild stellte die 18-Jährige bereits im März 2016 als Profilbild ein.

Ob dem Facebook-Post eine Bedeutung zukommt, ist völlig unklar.

6. Wann wissen wir mehr?

Die Ergebnisse der Obduktion könnten Aufschluss über die Todesursache der sechs jungen Menschen geben. Dann dürfte sich der rätselhafte Vorfall aufklären.

Die Ermittlungen werden aber den Angaben zufolge "aufgrund der Vielzahl der Verstorbenen und des Umfangs der erforderlichen Untersuchungen" noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Mit Material der dpa

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