POLITIK
29/01/2017 04:17 CET | Aktualisiert 29/01/2017 08:59 CET

Der 62-Prozent-Mann: Martin Schulz' Umfragewerte lassen die SPD hoffen

Der 62-Prozent-Mann: Martin Schulz' Umfragewerte lassen die SPD hoffen
Fabrizio Bensch / Reuters
Der 62-Prozent-Mann: Martin Schulz' Umfragewerte lassen die SPD hoffen

  • Die SPD steigt in der Wählergunst auf den höchsten Wert in 2017

  • 62 Prozent der Deutschen glauben, dass Spitzenkandidat Martin Schulz Kanzler kann

Die SPD steigt nach der No­mi­nie­rung von Mar­tin Schulz als Spit­zen­kan­di­dat in der Wäh­ler­gunst auf den höchs­ten Wert des bisherigen Jahres. Im Sonn­tags­trend, den das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Emnid wö­chent­lich für "Bild am Sonntag" er­hebt, legt die SPD 2 Zäh­ler zu und er­reicht 23 Pro­zent. Die­sen Wert hatte sie zu­letzt im No­vem­ber 2016 er­reicht.

Noch erfreulicher ist für die SPD aber ein anderes Ergebnis: 62 Pro­zent der Deut­schen trau­en dem SPD-Spit­zen­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz das Amt des Bun­des­kanz­lers zu. Unter SPD-An­hän­gern liegt der Wert bei 99 Pro­zent. Nur 23 Pro­zent der Bun­des­bür­ger glau­ben dem­nach nicht, dass Schulz Kanz­ler "kann" (weiß nicht, keine An­ga­be: 14 Pro­zent).

Auch deshalb überschlägt sich die SPD bereits jetzt mit Lob für den neuen Parteichef. "Er steht für Aufbruch und Neuanfang. Martin Schulz ist der richtige Mann zur richtigen Zeit", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Der Chef des mächtigen linken Flügels in der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, sagte: "Ich bin mir sicher, dass Martin Schulz einen kooperativen Führungsstil leben wird: Zuhören, abwägen und erst dann entscheiden."

SPD hat ein Potenzial von 42 Prozent

Mit Schulz an der Spit­ze kön­nen sich 42 Pro­zent der Deut­schen vor­stel­len, bei der Bun­des­tags­wahl die SPD zu wäh­len. 47 Pro­zent sagen dazu "nein" (weiß nicht, keine An­ga­be: 11 Pro­zent). 51 Pro­zent aller Be­frag­ten und 96 Pro­zent der SPD-An­hän­ger glau­ben, dass Schulz das so­zia­le Pro­fil der SPD wie­der schär­fen kann. 23 Pro­zent glau­ben das nicht (weiß nicht, keine An­ga­be: 27 Pro­zent).

In der Umfrage können auch CDU/CSU leicht zu­le­gen und kom­men auf 37 Pro­zent (Plus 1), die Grü­nen ver­bes­sern sich ge­gen­über der Vor­wo­che auf 11 Pro­zent (Plus 1).

Je­weils einen Zäh­ler ver­lie­ren AfD (11 Pro­zent) und Linke (10 Pro­zent). Die FDP kommt er­neut auf 6 Pro­zent, auf die sons­ti­gen Par­tei­en ent­fal­len 3 Pro­zent (Minus 2).

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(ll)