NACHRICHTEN
28/01/2017 13:31 CET

Jusos wollen Schulz zu Rot-Rot-Grün drängen

Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann
dpa
Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann

Die Jungsozialisten in der SPD wollen den SPD-Kanzlerkandidaten und künftigen Parteichef Martin Schulz dazu bewegen, eine weitere große Koalition nach der Bundestagswahl auszuschließen. Zugleich soll sich Schulz, der als rechter Sozialdemokrat gilt, für eine mögliche rot-rot-grüne Koalition nach der Bundestagswahl im September aussprechen.

"Wir Jusos wollen von Martin Schulz eine Absage an die Fortsetzung der großen Koalition, weil mit CDU und CSU eine sozial gerechte Politik nicht möglich ist", sagte die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Ablehnung einer erneuten großen Koalition

Nach ihrer Ansicht wäre eine weitere große Koalition "ein Konjunkturprogramm für die AfD". Rot-Rot-Grün müsse eine Option für die SPD sein. "Ich gehe davon aus, dass auch Martin Schulz das so sieht", sagte Uekermann.

Auch die SPD-Linke im Bundestag geht davon aus, dass Schulz für eine rot-rot-grüne Koalition bereitstünde. "Schulz hat keine Berührungsängste, wenn eine solche Koalition möglich werden sollte", sagt Matthias Miersch, Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion im Bundestag der "FAS".