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28/01/2017 10:40 CET

Irland will kein Geld mehr in fossile Brennstoffe investieren

Das irische Parlament hat beschlossen, dass der irische Staatsfonds Investitionen in fossile Brennstoffe stoppen soll.
Charles Platiau / Reuters
Das irische Parlament hat beschlossen, dass der irische Staatsfonds Investitionen in fossile Brennstoffe stoppen soll.

  • Irland will eine Vorreiterrolle im Kampf gegen den Klimawandel einnehmen

  • Das irische Parlament hat beschlossen, dass der irische Staatsfonds Investitionen in fossile Brennstoffe stoppen soll

  • Das berichtet die britische Nachrichtenseite "The Independent"

Irland will im Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle einnehmen: Innerhalb der nächsten Jahre soll der irische Staatsfonds alle Investitionen in fossile Brennstoffe stoppen.

Das berichtet die britische Online-Zeitung "The Independent". Demnach hat das irische Parlament einen bisher einmaligen Gesetzesentwurf beschlossen, der es dem irischen Staatsfonds verbietet, in fossile Brennstoffe, wie Kohle, Öl oder Gas zu investieren.

Der Gesetzesentwurf muss laut der britischen Zeitung zunächst aber noch vom Finanzausschuss geprüft werden, bevor er umgesetzt werden kann.

"Wir können ihr Handeln nicht akzeptieren"

Der "Ireland Strategic Investment Fund" umfasst ein Kapital von rund acht Milliarden Euro.

Wie "The Independent" weiter berichtet, wurde der Gesetzesentwurf von dem Abgeordneten Thomas Pringle eingebracht. Pringle erklärte: "Dieses Prinzip der ethischen Finanzierung ist eine Botschaft an bestimmte globale Unternehmen, dass ihre ständige Beeinflussung der Klimaforschung, ihr Leugnen der Existenz des Klimawandels und ihre kontroverse Lobbyarbeit bei Politikern auf der ganzen Welt nicht länger toleriert werden."

Weiter sagte Pringle demnach: "Wir können ihr Handeln nicht akzeptieren, während Millionen von armen Menschen in unterentwickelten Ländern die Hauptlast des Klimawandels tragen und Hungersnöte, Massenauswanderungen und innere Unruhen ertragen müssen."

Auch der größte Staatsfonds der Welt zieht sich aus Kohle-Investitionen zurück

Auch der norwegische Staatsfonds, der größte Staatsfonds der Welt, hat sich bereits aus mehreren Kohle-Unternehmen herausgezogen. Bislang hat der Fonds allerdings noch nicht alle Investitionen in fossile Brennstoffe gestoppt.

2015 hatte das norwegische Parlament beschlossen, dass der staatliche Pensionsfonds mit den Öleinnahmen des Landes nicht mehr in Unternehmen investieren soll, die mehr als 30 Prozent ihrer Geschäfte oder ihrer Einnahmen mit Kohle machen.

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(lp)