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25/01/2017 08:52 CET | Aktualisiert 25/01/2017 08:53 CET

Martin Schulz: "Die SPD will dieses Land führen"

Martin Schulz will Bundeskanzler von Deutschland werden
Fabrizio Bensch / Reuters
Martin Schulz will Bundeskanzler von Deutschland werden

  • SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagt Populisten den Kampf an

  • Er sieht seine Partei als "Schutzwall gegen die Feinde der Demokratie"

Mit großem Applaus hat die Bundestagsfraktion der SPD ihren Kanzlerkandidaten Martin Schulz begrüßt. Während des Treffens hinter verschlossenen Türen sagte Schulz laut dem Tweet eines SPD-Kollegen: „Eines ist klar, ich stehe hier vor einer Regierungsfraktion und ich will nach dem 24. September vor der Kanzler-Fraktion stehen.“

Schulz machte auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen klar, dass er die SPD im Wahlkampf als "Schutzwall vor den Feinden der Demokratie" etablieren will - eine Kampfansage an den Populismus aus Reihen der AfD.

Schulz kritisierte direkt den jüngst beschlossenen Verbleib Björn Höckes in der rechts-konservativen Partei trotz dessen Schand-Rede am 1. Januar in Dresden.

"SPD will dieses Land führen"

Um die Bürger zu erreichen, müsse die SPD "den täglichen Kampf" und das "Behaupten-Müssen" jeder Familie und jedes Einzelnen in Deutschland in den Mittelpunkt stellen, so Schulz. Die Bemühungen "hart arbeitender Leute" müssten für die Sozialdemokraten die politische Leitlinie sein.

Schulz kündige an, die SPD werde den Koalitionsvertrag mit der CDU bis zum letzten Tag der Legislaturperiode erfüllen. Im Hinblick auf den Wahlkampf sagte er: "Die SPD hat den Anspruch, die Regierung zu führen, als führende Regierungspartei in Deutschland."

Schulz wollte sich dabei nicht auf eine mögliche Koalition, wie etwa Rot-Rot-Grün, festlegen - mögliche Koalitionspartner müssten sich an der SPD orientieren.

Schulz betonte auch die von ihm vorgesehene Rolle einer SPD-geführten Bundesrepublik in Europa. "In Zeit auseinander driftender Gesellschaften erleben wir auch auseinander driftende Staaten. Der Zusammenhalt in und durch Europa ist die zentrale Notwendigkeit einer deutschen Außenpolitik."

Schulz schwebt eine "Stabilisierung der Welt durch Deutschland und die EU" vor. Die BRD als führende Mitgliedsnation in der EU müsse diese Union stärken.

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(sk)