LIFESTYLE
24/01/2017 13:06 CET

Vergesst, was ihr in der Schule gelernt habt: Forscher filmen Phänomen, das unsere Vorstellungskraft übersteigt

Jeder, der in Physik in der Schule auch nur ansatzweise aufgepasst hat, weiß: Nichts ist schneller als Licht. Wissenschaftlern ist jetzt aber etwas gelungen, das diese Erkenntnis ins Wanken bringt.

Linyang Liang und seinen Kollegen von der Washington University konnten mit einer speziellen Kamera Licht in dem Moment aufzunehmen, in dem es sich gewissermaßen selbst überholt.

Sprich: Licht, das schneller ist als es selbst, also schneller als 300.000 Kilometer pro Sekunde.

Was steckt dahinter? Auch Licht kann unter bestimmten Bedingungen einen Art "Überschall"-Kegel bilden, wie er entsteht, wenn die Geschwindigkeit eines Flugzeugs höher ist als die Schallgeschwindigkeit in seiner Umgebung.

(Wie faszinierend das auf den Aufnahmen der Forscher aussieht, zeigen wir euch im Video oben.)

In diesem Fall bedeutet das: Das Licht bewegt sich schneller als die Wellen, die es aussendet. Dadurch wird der "Überschall"-Kegel auf dem Foto sichtbar.

Kamera kann bis zu 100 Milliarden Bilder pro Sekunde schießen

"Die Bewegung des Lichts einzufangen, erfordert Belichtungszeiten im Picosekunden-Bereich", sagten Liang und seine Kollegen zu ihrem Erfolg.

Hierfür entwickelten die Wissenschaftler eine so genannte Compressed Ultrafast Photography Camera, die bis zu 100 Milliarden Bilder pro Sekunde schießen kann.

Sie funktioniert mit einem System aus Spiegeln und Strahlteilern und kann aus zeitlich hintereinander eintreffenden Lichtsignalen ein räumliches Muster generieren, das der Bildsensor registrieren kann.

Licht, das schneller ist als Licht - das Jahr 2017 ist erst einen Monat alt und schon wird unser Weltbild derartig erschüttert. Respekt!

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(mm)