24/01/2017 05:14 CET | Aktualisiert 11/12/2017 10:01 CET

Das ist der grünste Ort der Welt

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Costa Rica in Mittelamerika ist bekannt für seine außerordentliche Artenvielfalt (dort gibt es mehr als eine halbe Million Tier- und Pflanzenarten) und seine beeindruckenden Landschaften (alles von Vulkanen über Wasserfälle bis hin zu unberührten Sandstränden).

Wer dorthin reist, kommt in Kontakt mit seltenen Wildtieren wie Faultieren, Meeresschildkröten und Affen. Zudem ist das Land ein Paradies für Adrenalinhungrige, die auf Rafting, Schnorcheln oder Klippentauchen stehen.

Doch Costa Rica hat noch eine weitere Seite: Es ist weltweit Vorbild für ein ökologisches Leben.

Zum dritten Mal in Folge schaffte es das Land kürzlich auf Rang eins des sogenannten Happy Planet Index – als glücklichstes und nachhaltigste Nation. Zudem liegt die Lebenserwartung hier höher als in den USA.

Die spannendste Erkenntnis: Glück hängt nicht davon ab, wie viele Ressourcen in einem Land verbraucht oder wie sehr dort die Umwelt ausgebeutet wird. Tatsächlich verbraucht Costa Rica pro Kopf etwa ein Viertel so viele Ressourcen wie im Schnitt der westlichen Welt. Das ergab eine Erhebung des World Economic Forum.

Im Sommer 2016 deckte das Land seinen Strombedarf 76 Tage lang vollständig aus regenerativen Energien, wie das Costa Rica Electricity Institute (ICE) bekanntgab. Nochmal zum Mitschreiben: Dort wurde zum Energiegewinn in der Zeit nicht ein Tropfen Öl verbraucht, kein Gas verbrannt, keine Kohle verfeuert.

Gespeist werden die Netze in Costa Rica aus Wasserkraftwerken, Windrädern, Solaranlagen und Geothermiekraftwerken. In den vergangenen Jahren kamen so 299 Tage mit rein ökologischer Energieerzeugung zustande.

Bis 2021 will das Land vollständig CO2-neutral sein. Mit einem Anteil regenerativer Energien von 99 Prozent im Jahr 2015, den die Regierung ausweist, scheint das ein realistisches Ziel. Wasserkraft sorgt dabei für 80 Prozent des verbrauchten Stroms – dank vieler atemberaubender Wasserfälle.

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Doch das ist nur ein Teil des mittelamerikanischen Energiewunders. Erst kürzlich eröffnete das Wasserkraftwerk Reventazon mit einer Leistung von 305,5 Megawatt – genug, um mehr als eine halbe Million Haushalte mit Strom zu versorgen und damit ein Drittel aller Bürger des Landes.

Aus den Vulkanen in Costa Rica wird geothermische Energie gewonnen. Dazu gab die Regierung vor Kurzem grünes Licht für den Bau dreier Kraftwerke mit einer Leistung von je 50 Megawatt.

Ein besonderes interessantes Ziel auf der Nachhaltigkeitslandkarte: La Fortuna, eine landwirtschaftliche Stadt, die für jeden Touristen mit Interesse am ökologischen Leben Pflichtprogramm ist. Dort steht der Vulkan Arenal, zudem Wasserfälle, Regenwälder und heiße Quellen. In der Stadt gibt es umweltbewusste Hotels und Unterkünfte, die nicht nur grün aussehen, sondern es auch sind.

Die Hotels bringen ihre CO2-Bilanz durch drei örtliche Pflanzinitiativen auf null. Zudem nutzen sie die Hitze des Vulkans, um ihr Wasser aufzuheizen.

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Costa Rica hat sich zudem einem landesweiten Aufforstungsprojekt verschrieben. Darüber hinaus gibt es ein Belohnungssystem für Landwirte, die für einen sorgsamen Umgang mit der Natur finanzielle Vorteile erhalten.

Geschafft hat all das ein Land mit weniger als fünf Millionen Einwohnern. In Sachen Nachhaltigkeit und ökologischen Lebens erneuert sich Costa Rica ständig. Das ist ein Aufruf an große Länder, es diesem kleinen Staat gleichzutun.

Geht es nur uns so oder habt ihr auch Lust bekommen, dort euren nächsten Urlaub zu verbringen?

Lerne mehr über Nachhaltigkeit auf Electrify the World - a Nissan Mobility Initiative.