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24/01/2017 11:05 CET | Aktualisiert 20/07/2017 08:15 CEST

Christlicher oder staatlicher Kindergarten – was zu beachten ist

FrankyDeMeyer via Getty Images
Ein christlicher Kindergarten für das Kind - was ihr beachten solltet

  • Christliche Kindergärten sind vor allem auf dem Land weit verbreitet

  • Die Eltern können zwischen evangelischen und katholischen Kindergärten wählen

  • Ein christlicher Kindergarten steht ebenfalls Kindern offen, die der jeweiligen Konfession nicht angehören

Überlegt ihr, ob es ein christlicher Kindergarten für euer Kind sein soll oder besser ein staatlicher Kindergarten? Vor allem in ländlichen Gebieten ist ein christlicher Kindergarten oftmals die einzige Option in der näheren Umgebung.

Dies liegt in der Tatsache begründet, dass die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland im späten 18. Jahrhundert die ersten Kindergärten zur frühpädagogischen Bildung eröffneten. In diesen Kindergärten der jeweiligen Kirchengemeinden erhielten die Kinder den Grundstein für ihre weitere Bildung und warme Mahlzeiten und lernten früh den christlichen Glauben kennen.

Welche Vorteile bietet ein christlicher Kindergarten?

Ein christlicher Kindergarten versteht sich bis heute als Teil der kirchlichen Gemeinde – unabhängig davon, ob es sich um einen evangelischen oder um einen katholischen Kindergarten handelt. Man führt die Kinder auf spielerische Art an den christlichen Glauben heran, beispielsweise durch das Vorlesen kindgerechter Bibelgeschichten und das Singen religiöser Lieder.

Gleichzeitig erlernen die Kinder christliche Prinzipien, zum Beispiel die Nächstenliebe und den achtsamen Umgang miteinander. Christliche Feste, wie Weihnachten und Ostern, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

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Ein zeitgemäßer christlicher Kindergarten orientiert sich zusätzlich an den aktuellen Bildungsprogrammen und an den Bedürfnissen seiner Schützlinge. Manche Kindergärten haben Erziehungskonzepte, wie beispielsweise das von Montessori, übernommen. Viele christliche Kindergärten bieten heute eine Ganztagsbetreuung und warme Mahlzeiten an.

Was ist zu beachten?

Prinzipiell steht ein christlicher Kindergarten allen Kindern offen – unabhängig davon, welcher Religion die Eltern angehören. Wenn die Nachfrage nach Plätzen weit höher ist als das Angebot, kommt es aber teilweise vor, dass man die Kinder aus der Kirchengemeinde auf der Warteliste bevorzugt.

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Wenn die Eltern die Religion ablehnen oder überzeugte Atheisten sind, ist es ratsam, gut zu überlegen, ob ein christlicher Kindergarten für ihr Kind die richtige Wahl darstellt.

Es ist zu bedenken, dass dem Kind in einem konfessionellen Kindergarten in der Regel das Christentum und der Glaube an Gott vermittelt werden. Auch können Gottesdienstbesuche zur Kindergartenroutine gehören. Wenn die Eltern dies ablehnen, ist ein staatlicher Kindergarten ohne religiöse Prägung die bessere Wahl.

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(cho)